Informationen – Geldbericht http://www.geldbericht.de Geld anlegen - Aktien - Devisen - Edelmetalle - Fonds - Futures - Optionen Fri, 25 May 2018 10:25:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.6 So kann man in Öl investieren? http://www.geldbericht.de/in-oel-investieren/ http://www.geldbericht.de/in-oel-investieren/#comments Tue, 02 Feb 2016 11:35:37 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=3019

Öl in MexikoDer Finanzmarkt bietet dir unzählige Möglichkeiten, dein Geld zu investieren. Doch die große Bandbreite von Investitionsmöglichkeiten hat auch gravierende Nachteile. Es erschwert einem die Entscheidung, in welches Produkt man sein Geld anlegen sollte. Soll man in Indizes, Hersteller oder Rohstoffe investieren? Je nach weltweiter Wirtschaftslage können sich Trends abzeichnen, die z. B. die Investition in Rohstoffe besonders attraktiv machen. Fallen also die Ölpreise dramatisch, richtet sich der Fokus der Finanzwelt ganz besonders auf das Rohöl.

Was ist am Investieren in Öl besonders?

Öl ist einer der weltweit am meisten gehandelten Rohstoffe. Gerade für unerfahrene Investoren ist diese Anlage besonders attraktiv, denn dieser Vermögenswert bietet zahlreiche Vorteile, da man ihn ganz einfach traden kann. Denn Öl ist einfach zu analysieren und bietet zudem lukrative Renditemöglichkeiten.

Warum sollte man in Öl investieren?

Ganz einfach. Der Ölrohstoff bietet als Investitionswert etliche Vorzüge, was ihn in diesen Zeiten zweifellos zu eine der attraktivsten Branchen für die Vermögensbildung macht:

  • Öl ist der Rohstoff schlechthin, welcher durch den steigenden weltweiten Energiebedarf ständig expandiert. Die Weltbevölkerung wächst stetig und zahlreiche Industrieländer benötigen immer mehr Öl. Durch Angebot und Nachfrage wird der Preis langfristig immer mehr steigen.
  • Man kann schnelle Gewinne erzielen, indem man kurzfristig in Öl investiert. Da der Ölmarkt einer der volatilsten Märkte überhaupt ist, ist er durch seine Preisschwankungen und Kursausschläge für schnelle Trader besonders interessant.
  • Öl ist ein Rohstoff, der sich Anfängern in der Investitionsbranche geradezu anbietet. Der Markt ist übersichtlich und leicht zu verstehen, da er sich nach allgemein bekannten Gegebenheiten richtet. So kann auch jeder Neuling Analysen erstellen, kommende Trends einschätzen und seine Handlungsweise danach ausrichten.
  • Man hat verschiedene Möglichkeiten, Investitionen vorzunehmen. Wer es schnell und rentabel mag, kann mit binären Optionen einsteigen oder mit CFDs die Hebelwirkung nutzen und davon profitieren. Wer das hohe Risiko scheut, kauft zum geeigneten Zeitpunkt lediglich Aktien und profitiert vom steigenden Kurswert.

Wann sollte man in Öl investieren?

Eine 100% sichere Aussage kann hierzu niemand treffen. Fakt ist jedoch, dass man den Ölpreis gut beobachten kann. Man merkt das bereits an der Tankstelle, da man auf der Benzinpreistafel bereits so etwas wie einen Börsenwert vorgelegt bekommt.

Trends an der Börse beobachten

Eine alte Börsenweisheit ist, dass man kaufen sollte, wenn die Preise am günstigsten sind. Das stimmt zwar, jedoch weiß man auch nicht, ob augenblicklich niedrige Preise nicht noch weiter fallen werden. Für langfristige Investitionen ist dies ausschlaggebend, doch für kurzfristige Investitionen eher unerheblich. Hier zählt nämlich nur das, was sich kurzfristig ereignet.

Da sich Kurskurven ja nie gradlinig verhalten, sondern immer auf und ab verlaufen, kann man kurzfristige Zeichnungen deshalb eigentlich immer und zu jedem Zeitpunkt tätigen.
Wer möglichst rentabel in Öl investieren möchte, muss also lediglich wissen, ob der Ölpreis unmittelbar nach oben oder eher nach unten geht. Und an dieser Stelle kommen Zertifikate ins Spiel.

In Öl investieren durch Zertifikate?

Handel auf dem Spotmarkt

Auf dem Spotmarkt hast du die Möglichkeit, Öl in Form von physischen Barrels zu kaufen. Du kaufst eine bestimmte Menge Öl und wenn der Kurs angestiegen ist, verkaufst du dieses zu einem bestimmten Zeitpunkt mit Gewinn.

Handeln mit CFDs

Anders ist es, wenn man in Form von CFDs („Contract for Difference“, bzw. deutsch „Vertrag auf Differenz“) spekulieren möchte. Hierbei kaufst du kein Öl, sondern beziehst lediglich eine Kauf- oder Verkaufsposition auf eine Ölsorte deines Ermessens. Eine Kaufposition ist dabei nicht mehr, als deine Einschätzung, dass ein Kurs steigt. Bei einer Verkaufsposition rechnest du hingegen mit fallen des entsprechenden Kurses.

Privatanleger können solche Optionen bei manchen Maklern bereits ab 100 Dollar zeichnen und dabei von solchen Hebeln profitieren.

Wie kann man mit Öl traden?

Ein Beispiel:
Gehen wir mal davon aus, dass du mit einem steigenden Brent-Barrel-Preis rechnest. Du zeichnest also CFDs zum Kurs von 50,- $ für 100,- EUR. Die Hebelwirkung beträgt 1:100. Das ist dann so, als hättest du eine Position von 10.000 EUR gezeichnet (Hebel 100 x 100,- EUR = 10.000 EUR).

Wenn der Öl-Kurs steigt

Jetzt nehmen wir an, dass der Kurs des Öles von 50 $ auf 55 $ steigt und du dich zu diesem Zeitpunkt dazu entschließt, deine Position abzustoßen. Das bedeutet für dich, dass du einen Ertrag von 10 % verzeichnen kannst, also 1000,- EUR, da du ja deine Position in Höhe von 11.000 EUR verkaufst.

Wenn der Öl-Kurs fällt

Sollte der Ölpreis jedoch auf 45,- $ fallen, bedeutet das, dass du deine Position für 9000,- EUR verkaufst, also einen Verlust von 1000,- EUR machst. Unterm Strich ist also die Möglichkeit sehr groß, in kurzer Zeit mit relativ wenig finanziellem Einsatz sehr viel Gewinn zu machen. Dasselbe gilt jedoch auch für das Risiko, schnell hohe Summen zu verlieren.

Wie kann man in Öl investieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Öl zu investieren

Mit CFDs traden

Die lukrativste und einfachste Möglichkeit ist, deine Spekulationen auf Ölbarrels der Sorte WTI oder der Sorte Brent zu konzentrieren. Das geschieht direkt an der Börse. Du musst dich einfach nur bei einer entsprechenden Online-Tradingplattform registrieren und kannst sofort loslegen. Achte dabei darauf, dass du die beiden wichtigsten Instrumente für Spekulationen auf den Öl-Kurs, die CFDs oder binäre Optionen verwendest.

In Öl-Aktien investieren

Du kannst auch Investitionen in Öl-Aktien vornehmen. Auch dies ist online mit den CFDs und binären Optionen möglich. Die Methode mit der geringsten Rentabilität ist, lediglich Öl-Aktien zu kaufen und dein Depot damit zu erweitern bzw. zu ergänzen.

Schau doch einfach mal diesen Artikel an: Wie kann man in Öl investieren? Dort erhältst du weitere Informationen und Möglichkeiten.

]]>
http://www.geldbericht.de/in-oel-investieren/feed/ 8
Investieren und Geld anlegen in Rohstoffe http://www.geldbericht.de/investieren-in-rohstoffe/ http://www.geldbericht.de/investieren-in-rohstoffe/#respond Tue, 07 Jul 2015 07:42:25 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=969

Rohstoffe gelten vor allem in Krisenzeiten als eine besonders sichere Geldanlage. Einer der bevorzugten Rohstoffe ist Gold. Es gibt jedoch auch noch andere nvestitionsmöglichkeiten.

Geldanlage: Gold, Kupfer und andere Rohstoffe

Die Anlage von Geld will immer gut überlegt sein. Immer häufiger wird Investoren daher empfohlen, über eine Investition in Rohstoffe nachzudenken. Gold gilt ja schon lange als besonders sicherer Faktor, der jedoch auch seinen Preis hat. Wer nicht die Möglichkeit hat, in Gold zu investieren, kann auch kleiner beginnen. Generell gelten Rohstoffe zwar als relativ stabil, es wird jedoch immer wieder empfohlen, nicht alles auf Rohstoffe zu setzen. Die Zusammenstellung einer Anlage sollte unter dem Gesichtspunkt erfolgen, mindestens 10 % des Investitionskapitals in Rohstoffe zu investieren. Der Preis des Goldes ist seit Jahren stabil und auch Rohstoffe, die bisher eher an zweiter Stelle standen, wie Silber und Kupfer, gewinnen immer mehr an Wert, da das Interesse an diesen Stoffen stetig steigt. Wer also jetzt in diese Rohstoffe investiert, kann in der Zukunft mit Gewinnen rechnen.

Unbekanntere Rohstoffe können enorme Gewinn bringen

Es lohnt sich jedoch, weiter Informationen einzuholen. Auch weniger bekannte Rohstoffe wie Europium oder Indium gewinnen zunehmend an Bedeutung, was vor allem dem Techniksektor zu verdanken ist, da diese Stoffe in technischen Produkten verarbeitet werden. Wer sich entschieden hat, in Rohstoffe investieren zu wollen, hat verschiedene Möglichkeiten. Im Angebot sind hier Fonds, Zertifikate und Aktien. Gerade Fonds, bei denen das Anlagevermögen auf mehrere Rohstoffe verteilt wird, bergen fast kein Risiko. Verluste bei dem einen Stoff werden durch Gewinne bei dem anderen wieder ausgeglichen.

Anlegen in Gold

Vor allem Gold gehört zu den Rohstoffen, die auch gerne von Anlegern in physischer Form gekauft werden. Hierfür werden Barren oder auch Münzen aus Gold gekauft und dann sicher eingelagert. Wer sein Gold dann wieder verkaufen möchte, kann dies auf unterschiedliche Weise tun. Gängig ist vor allem der Verkauf über ein Tafelgeschäft. Hier kommen Interessierte zusammen und können ihre Rohstoffe untereinander tauschen oder verkaufen. Diese Tafelgeschäfte können jedoch nur durchgeführt werden, solange der Wert der angebotenen Rohstoffe eine Höhe von 15.000 Euro pro Person nicht überschreitet. Doch auch immer mehr andere Rohstoffe können direkt erworben werden. Allerdings bekommt die der Anleger nicht in die Hand. Er erwirbt lediglich Anteile an einer Gesellschaft, die diese Rohstoffe besitzt und ist dann rechtlicher Eigentümer einer bestimmten Menge, die sich jedoch in Obhut der Gesellschaft befindet.

Diese Rohstoffe sollten sie nicht unterschätzen

Weitere Rohstoffe, bei denen sich eine Investition lohnen kann, sind Agrar-Rohstoffe. Weizen, Milch und andere Stoffe aus dem Agrarbereich versprechen derzeit hohe Gewinne. Dies ist auch an den steigenden Lebensmittelpreisen erkennbar. Allein Weizen konnte ein Plus von 15 % innerhalb eines Jahres verzeichnen.

]]>
http://www.geldbericht.de/investieren-in-rohstoffe/feed/ 0
Feinunze http://www.geldbericht.de/feinunze/ http://www.geldbericht.de/feinunze/#respond Thu, 22 May 2014 19:59:31 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=155

Als Feinunze wird eine bestimmte Maßeinheit für Edelmetalle bezeichnet. Das Gewicht einer Unze entspricht genau 31,1034768 Gramm. Eine Feinunze besteht zu 99,9 % aus einem bestimmten Edelmetall. Sollte eine Feinunze nicht zu 99,9 % aus dem Edelmetall bestehen, wird das Gewicht der anderen Metalle vom Gesamtgewicht abgezogen. Damit es noch eine Feinunze ist, muss nach dem abgezogenen Gewicht der anderen Metalle, ein Gewicht von zirka 31,1 Gramm rauskommen. Die englische Bezeichnung für eine Feinunze heißt Troy Ounze. Dieser Name kommt von dem Ort Troyes, der vor sehr langer Zeit ein bedeutsamer Handelsplatz in Frankreich war. Der Begriff Feinunze wird meistens als Messangabe für Gold, Silber, Palladium und Platin verwendet. Die Angaben für den Preis einer Feinunze werden international in US-Dollar pro Feinunze angegeben.

]]>
http://www.geldbericht.de/feinunze/feed/ 0
Karat http://www.geldbericht.de/karat/ http://www.geldbericht.de/karat/#respond Thu, 22 May 2014 19:41:12 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=154

Karat ist ein Maßeinheit für die Reinheit von Gold. Durch die Karatangabe kann festgestellt werden, wie zu wie viele Prozent ein Metall aus Gold besteht. Für Karat als Goldanteil wird auch oft die Abkürzung kt verwendet. Bei Golduhren ist wird auch öfter die Abkürzung C verwendet.

Verwendung der Bezeichnung Karat

Eine Karatangabe kann bei Metallen gemacht werden, die aus Gold bestehen. Mit dem Karat wird angegeben, wie groß der Anteil von dem Gold an der Gesamtmasse der Metalllegierung ist. Meistens wird Gold zusammen mit Silber und Kupfer verarbeitet. Durch das Karat wird der Goldgehalt einer Legierung in eine 24er Teilung angegeben. Bei 24 Karat redet man von einem Goldmetall, bei dem alle möglichen 24 Gewichtsanteilen aus Gold bestehen. Das ist dann das sogenannte Reingold. Da es allerdings immer Verunreinigungen gibt wird Reingold immer in 999er Gold angegeben, was 99,9 % entspricht. Ein einkarätiges Gold besteht aus einem Teil von 24 möglichen Gewichtsanteilen aus Gold. Das bedeutet, das einkarätiges Gold zu 4,166 % aus Gold besteht. Die anderen 23 Teile sind irgendwelche anderen Stoffe.

Die häufigsten benutzen Karatangaben

24 Karat = 999er Gold
22 Karat = 916er Gold
21,6 Karat = 900er Gold
21 Karat = 875er Gold
18 Karat = 750er Gold
14 Karat = 585er Gold
9 Karat = 375er Gold
8 Karat = 333er Gold

]]>
http://www.geldbericht.de/karat/feed/ 0
Was ist ein Edelmetallhändler http://www.geldbericht.de/was-ist-ein-edelmetallhaendler/ http://www.geldbericht.de/was-ist-ein-edelmetallhaendler/#respond Tue, 29 Apr 2014 20:33:46 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=98

Der Begriff „Edelmetallhändler“ wird häufig verwendet, aber nur selten richtig verstanden. Was also ist ein Edelmetallhändler?

Der Begriff wird häufig recht weit gefasst und von Leuten ohne Kenntnisse des Gold- und Silbermarktes verwendet. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die dem „Edelmetallhändler“ eine sehr spezifische Bedeutung zusprechen. Von daher handelt es sich um einen Begriff, von dem sowohl die Handelsgemeinschaft als auch die allgemeine Öffentlichkeit denken, dass er nicht klar genug definiert ist.

Traditionell verweist der Begriff „Händler“ (oder auf Englisch „Dealer“) auf ein Unternehmen, das mit dem Handel von Rohstoffen oder Produkten zu tun hat und somit bereit ist, zu den Handelszeiten zu kaufen und zu verkaufen. Auf dem Edelmetallmarkt würden wir beispielsweise jemanden als Goldhändler bezeichnen, der die Möglichkeit hat und bereit ist, Aufträge für den Kauf oder Verkauf von mindestens 500 Feinunzen zu einem Zeitpunkt zu erteilen.

Natürlich reduziert dies den Händler nicht darauf, stets diese Menge handeln zu müssen. Jedoch bedeutet es, dass er als „Market-Maker“ für sein spezielles Gut beziehungsweise Produkt fungieren kann, was auf dem professionellen Markt und beim Großhandel ein anderer Begriff für „Händler“ ist.

Dabei handelt es sich in der Regel um größere Unternehmen, die nur mit anderen Firmen aus der gleichen Branche Geschäfte betreiben. Bei Edelmetallen wären die Geschäftspartner Banken, Veredler und Großverbraucher sowie Produzenten von Gold, Silber, Platin oder Palladium. Diese Händler würden normalerweise nicht mit Individuen wie Ihnen und mir handeln, genauso wenig mit Unternehmen, die nicht aktiv im Edelmetall-Geschäft tätig sind.

Allerdings wurde der Begriff „Edelmetallhändler“ mit der Zeit erweitert und bezog sich fortan auch auf Unternehmen, die mit dem Vertrieb ihrer Produkte für die Einzelhändler zu tun haben, die daraufhin diese Münzen, Barren usw. an die breite Öffentlichkeit verkaufen. Diese Einrichtungen, die in der Regel einen Bestand für den Verkauf an Unternehmen wie Einzelhändler, Juweliere und Investmentgesellschaften haben, werden als Vertriebsunternehmen im mittleren Marktsegment angesehen, die in den meisten anderen Industriezweigen als Großhändler bezeichnet werden würden. Aufgrund der Einzigartigkeit des Gold- und Silbermarktes kaufen sie zuweilen auch Ware wieder zurück, sei es, um diese in ihrem Bestand zu behalten oder um sie wieder in ihren ursprünglichen Rohzustand zurück zu verwandeln, sprich einzuschmelzen und neu zu gießen.

Da diese Vertriebe auch einen Zwei-Wege-Markt darstellen, auf dem Produkte sowohl gekauft als auch verkauft werden können, hatte dies zur Folge, dass sie irgendwann ebenfalls als Edelmetallhändler bezeichnet wurden. Es gibt keinen Zweifel daran, dass es sich bei ihnen um aktive Marktteilnehmer handelt. Aber auch wenn sie stets Interesse am Kauf und Verkauf von Edelmetall haben, was letztendlich ja zu ihrem Geschäft gehört, so müssen sie sich zu keiner Zeit nach dem besten Kauf- oder Verkaufspreis richten. Es ist nichts Illegales an ihrer Möglichkeit, die Preisgestaltung selbst zu bestimmen. Sie unterliegen den Höhen und Tiefen des Marktes genauso wie es ihre Kollegen in anderen Märkten tun, und müssen stets ihre Preise entsprechend anpassen. Dies beinhaltet auch einen Aufschlag auf den Großhandelspreis (oder einen Nachlass beim Rückkauf), um zu gewährleisten, dass sie selbst einen Gewinn machen.

Dann gibt es noch eine weitere Ebene, auf welche der Begriff „Edelmetallhändler“ verwendet wird. Hierbei handelt es sich eindeutig um eine Fehlbezeichnung. Auf der Ebene des Einzelhandels gibt es zahlreiche Edelmetallunternehmen wie Münz-Geschäfte, Pfandhäuser und Altmetallsammler, die direkt mit der Öffentlichkeit zu tun haben. Bei diesen handelt es sich nicht direkt um Händler, da sie sich auf ihre Lieferanten oder Market-Maker verlassen, die den Preis für den Markt festsetzen. Aber nachdem Regierungsbehörden jedem Geschäftszweig einen Namen geben müssen, entschieden sie sich einfach für den, der für sie am praktischsten war.

Es wäre angemessener gewesen, diese als Verkäufer oder Dienstleister von Edelmetallen zu bezeichnen als diese Edelmetallhändler zu nennen. Dies soll sicherlich in keiner Weise die Einzelhändler degradieren. Vielmehr beschreiben diese Bezeichnungen einfach besser, was deren Hauptaufgaben und Position auf dem Markt sind. Traditionell sind dies die Geschäfte, welche die Dienstleistungen sowie den Kauf und Verkauf von Gold- und Silberprodukten durch die Öffentlichkeit vorantreiben, indem sie Werbung betreiben und Medienkampagnen schalten. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Marktes, speziell für diejenigen Privatleute, die Interesse am Besitz von physischem Gold oder Silber haben.

Wie man sieht, wird der Begriff „Edelmetallhändler“ von verschiedenen Menschen in unterschiedlicher Bedeutung verwendet, je nachdem, in welcher Branche sie tätig sind. Darunter sind auch viele Einrichtungen, die in verwandten Industriezweigen tätig sind, wie beispielsweise Banken, Gelddienstleistungsunternehmen, Stiftungen, Vermögensverwaltern und Pensionskassen. Und da der Edelmetallmarkt, insbesondere Gold, erst in letzter Zeit eine Pause von dem 12-jährigen Aufwärtstrend einlegte, sind in der Zwischenzeit viele neue Firmen entstanden, um die Nachfrage von möglichen Anlegern zu decken. Viele dieser Unternehmen sind sehr seriös und anerkannt und bieten einen qualitativ hochwertigen Service. Allerdings tauchten auch einige auf, denen Betrug und unfaire Geschäfte nachgewiesen wurden – Fälle, die mehr oder weniger an die Öffentlichkeit gelangten. Und wie in allen Industrien ist die Ebene, die historisch gesehen am anfälligsten für Betrug ist, die letzte Stufe, die mit der es die Privatkunden zu tun haben.

Das ist der Grund, warum jeder, der mit Anbietern von Gold- und/oder Silberprodukten zusammenarbeiten möchte, sich vorab gründlich informieren sollte. Welche Art von Geschäftsbeziehung Sie auch immer mit ihnen haben möchten, hier finden Sie eine Checkliste mit Punkten, die Sie überprüfen sollten, bevor Sie eine finanzielle Transaktion zu einem Anbieter von Edelmetall ausführen:

Recherchieren Sie den Rechtsstatus des Unternehmens. Gibt es Angaben zur Buchführung und lassen sich die Aufzeichnungen überprüfen?

1. Falls es sich um ein an der Börse notiertes Unternehmen handelt, sollten Sie sich über seine Finanzkraft informieren. Ist es eine Privatgesellschaft, sollten Sie nach einem geprüften Jahresabschluss fragen.
2. Informieren Sie sich über die Unternehmensgeschichte und seinen Ruf. Dank des Internets ist dies heutzutage sehr einfach. Aber stellen Sie sicher, dass es sich dabei um überprüfbare Informationen von unabhängigen Stellen handelt, die aus zuverlässigen Quellen kommen beziehungsweise sich auf seriösen Webseiten befinden.
3. Geben Sie den Namen des Unternehmens in eine Internet-Suchmaschine ein, und suchen Sie außerdem nach dem Namen des Geschäftsführers.
4. Vergleichen Sie die Preise und Dienstleistungen mit denen der Mitbewerber. Alle Preise sollten transparent sein. Das heißt, Sie sollten in der Lage sein zu verstehen, wie die Preise zustande kommen, so dass Sie die Gesamtkosten mit denen der anderen Anbieter vergleichen können.
5. Sie sollten in der Lage sein, das zu kaufen, was Sie kaufen wollen – und in der Menge, die Sie möchten – und nicht das, was man Ihnen eventuell verkaufen möchte. Falls ein Verkäufer oder Anbieter einen starken Einfluss auf Ihre Kaufentscheidung nimmt, so ist dies ein Grund zur Besorgnis. Es ist besser, im Internet nach Alternativen zu suchen und zu vergleichen, bevor Sie sich auf einen Edelmetall-Deal einlassen, den Sie in der Form eigentlich gar nicht machen wollen.

Wie die Anleger-Legende Jim Rogers kürzlich in einem Interview auf New York Markets Live sagte: „Wenn man das Wort ‚Gold‘ nicht buchstabieren kann, sollte man so lange die Finger davon lassen, bis man etwas darüber in Erfahrung gebracht hat. Und wie wir am Beispiel des Begriffs „Edelmetallhändler“ gesehen haben, gibt es viel Wissen zu Gold, das sich ausbauen lässt, wodurch Sie zugleich auch in die Lage kommen, ein besseres und sicheres Geschäft zu erzielen, sollten Sie sich dazu entscheiden, selbst in Edelmetall zu investieren.

Quelle: BullionVault

]]>
http://www.geldbericht.de/was-ist-ein-edelmetallhaendler/feed/ 0