Konto & Bezahlung – Geldbericht http://www.geldbericht.de Geld anlegen - Aktien - Devisen - Edelmetalle - Fonds - Futures - Optionen Fri, 25 May 2018 10:25:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.6 Tipps für den Girokonto Vergleich http://www.geldbericht.de/girokonto/ http://www.geldbericht.de/girokonto/#comments Fri, 08 Sep 2017 13:04:56 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=3223

GirokontoDas Girokonto wird auch als Zahlungskonto oder Sichtkonto bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Kontokorrentkonto, welches von Kreditinstituten für Bankkunden geführt wird, und zur Abwicklung von Zahlungen verwendet wird. Diese Zahlungen können zu Lasten und zu Gunsten dieses Kontos gebucht werden. Heutzutage ist es kaum möglich am Wirtschaftsgeschehen teilzunehmen, ohne ein Girokonto, denn dieses dient als Basis für den Zahlungsverkehr, dabei wurde in Deutschland vor 50 Jahren alles noch weitgehend Bar bezahlt. Die Zahlungsabwicklung über ein Konto setzte sich allerdings durch, nachdem die Überfälle auf Lohnempfänger mit Lohntüten häufiger und die Verwaltung dieser zu teuer wurde. Wozu ein Girokonto nötig ist, welche Vorteile es hat, wie die rechtlichen Grundlagen sind, wie es eröffnet werden kann, und welche Formen es gibt, soll in diesem Artikel geklärt werden.

Die rechtlichen Grundlagen

Die Rahmenbedingungen für das Kontokorrent – Konto sind im Handelsgesetzbuch in Paragraph 355 normiert. Seit 2009 ist in Paragraph 675f. des Bürgerlichen Gesetzbuch, den Bestimmungen zum Zahlungsdienstevertrag, festgelegt, welche Leistungen im Zusammenhang mit dem Girokonto von den Banken erbracht werden sollten. Festgelegte Regeln gibt es allerdings nicht, weshalb es viele Formen des Girokonto gibt und zum Teil auch große Unterschiede zwischen den verschiedenen Banken. Zudem sind individuelle Bedingungen und Absprachen erlaubt, weshalb mit der Bank sogar verhandelt werden kann.

Jedermann-Girokonto

Zwar waren Sparkassen und Banken bisher dazu angehalten jedem die Möglichkeit für ein Guthabenkonto, ein Konto welches nicht ins Minus gehen kann, zu geben, jedoch ohne rechtliche Verpflichtungen. Es gibt einige Banken, welche eine Bonität, oder einen regelmäßigen Geldeingang, in einer bestimmten Höhe, als Voraussetzung stellen, um ein Girokonto zu eröffnen. Vor allem Sozialhilfeempfänger, Studenten, Rentner, Wenigverdiener, oder Arbeitslose wurden hierdurch benachteiligt. Die Privatautonomie, welche im Bankrecht herrschte, ist Grund dafür gewesen, dass sich die Sparkassen und Banken die Geschäftspartner aussuchen konnten. Seit dem 19. Juni 2016 gibt es das Zahlungskontengesetz. Dieses ermöglicht es auch finanziell schlechter gestellten Menschen ein Girokonto zu eröffnen. Die Banken sind seitdem verpflichtet jeden Bürger der EU ein Basiskonto zur Verfügung zu stellen, sofern dieser noch kein Bankkonto hat.

Wie kann ein Girokonto eröffnet werden?

Um ein Girokonto zu eröffnen muss zunächst ein Konto gefunden werden, welches den persönlichen Ansprüchen entspricht. Es ist sinnvoll die Girokonten mehrere Banken und Sparkassen miteinander zu vergleichen, um so das beste Angebot zu finden. Es sollte darauf geachtet werden welche Leistungen inbegriffen sind und welche Zusatzkosten entstehen können. Folgende Fragen sollten beim Vergleich gestellt werden: Welche Kosten fallen bei einer Kontoüberziehung an? Werden Kontoauszüge berechnet? Was kostet die Überweisung am Automaten? Wird das Drucken der Bestätigung der Überweisung berechnet? Welche Kosten entstehen bei einer Kontoüberziehung? Wie hoch ist der Dispozins? Wird ein Mindestgeldeingang verlangt? Sind die Ein- und Auszahlungen kostenlos? Gibt es Gebühren für Daueraufträge? Fallen Kosten für das Online Banking an? Gibt es Zinsen auf das Girokonto? Besonders für letzere Frage findest du auf Girokontozinsen.org gute Informationen

Ist ein passendes Konto gefunden, dann kann der Kontoantrag Online oder in der Filialbank gemacht werden. Die Unterlagen müssen dann unterzeichnet und geprüft werden. Bevor das neue Konto eröffnet wird, ist eine Prüfung der Identität nötig. Wenn das Konto online eröffnet wird, ist die Identifikationsprüfung auch bei der Post möglich. Hierzu benötigt der Postbeamte den Antrag und den Personalausweis. Dieser wird abgeglichen. Zudem wird eine Unterschrift zur Identifikation verlangt. Anschließend werden alle Unterlagen kostenlos zur Bank verschickt. Außerdem gibt es die Möglichkeit durch Video – Ident – Verfahren die Identifikation durchzuführen. Das ist von Zuhause aus möglich. Angeboten wird dieses Verfahren von der Hypovereinsbank, der ING – DiBa, der Comdirect, der Number26, der Wüstenrotbank, und der DKB – Bank. Um das Verfahren anzuwenden sind ein Internetzugang und eine Kamera am Tablet, PC, Notebook, oder Smartphone notwendig. Nach Aufforderung wird dann der Personalausweis, oder der Reisepass, in die Kamera gehalten, um die Identifikation vorzunehmen. Dabei wird das Ausweisdokument von einer Software erkannt und gescannt. Zudem ist es auch durch den e – Perso möglich, sich online zu identifizieren. In der Regel kommen dann die Zugangsdaten für das neue Girokonto innerhalb der nächsten drei bis fünf Werktage per Briefpost. Kontokarten und mögliche TANs werden allerdings separat geschickt. Es gibt aber auch Konten, welche direkt genutzt werden können, wie etwa das Girokonto der Commerzbank. Hier erhalten die Antragssteller die IBAN Kontonummer sofort und das Online – Banking kann direkt nach der Identifikation und Legitimation verwendet werden, sofern diese per Video – Ident durchgeführt wurden.

Der Kontowechsel

Es kommt vor, dass die Banken die Konditionen und Leistungen ändert, oder dass das Konto nicht mehr zu den Bedürfnissen passt. In solchen Fällen ist ein Kontenwechsel nötig. Wünschenswert wäre es, wenn der Wechsel nicht nur schnell und einfach ist, sondern auch sicher. Häufig ist ein Wechsel allerdings aufwendig und dauert deshalb etwas. Vor allem wenn Lastschriften und Daueraufträge umgestellt werden müssen, und Zahlungsempfänger über die Änderung informiert werden müssen, dann ist der Wechsel zeitaufwendig. Einige Banken bieten hierzu einen Kontowechselservice an. Hierzu gibt es unterschiedliche Verfahren, mit denen die Kontobewegungen vom alten Konto abgefragt und übernommen werden. Allerdings ist dieser Dienst unverbindlich und bietet keine Garantie. 2016 trat das Zahlungskontengesetz in Kraft. Dieses verpflichtet die Banken dazu, ihre Kunden bei einem Kontowechsel zu unterstützen. Die bisherige Bank erstellt hierzu eine Liste, auf der alle Transaktionen der vergangenen 13 Monate zu finden sind. Diese werden dann an die neue Bank übermittelt. Diese muss anschließend die Zahlungsempfänger über den Wechsel informieren. Besonders vorteilhaft ist hier, dass das Kreditinstitut für falsch übermittelte Daten oder verspätete Zahlungen haften muss.

Das Konto ohne eine Schufa Abfrage?

Es gibt Girokonten, bei denen eine Schufa – Auskunft nicht nötig ist, da sie zur Eröffnung nicht relevant sind. Allerdings sind solche Konten sehr teuer. Es gibt im Grunde kein günstiges, beziehungsweise kostenloses Girokonto, welches auf eine Schufa – Auskunft verzichtet. Allerdings gibt es hier die Möglichkeit eines Girokontos auf Guthabenbasis, oder das Basiskonto. Das Basiskonto ist für Jedermann geeignet, wie oben bereits beschrieben. Ein Basiskonto als Guthabenkonto kann für unter zehn Euro pro Monat bei verschiedenen Geldinstituten eröffnet werden Hierzu zählen etwa Deutsche Bank, ING DiBa, Norisbank, Volksbanken, Sparkassen, DKB, 1822direkt, Postbank, Comdirect, Consors, Fidor Bank, Santander, oder die Commerzbank. Allerdings werden bei Girokonten auf Guthabenbasis keine Kreditkarten mit Kreditrahmen oder EC – oder Girocards vergeben. Die Kunden von Girokonten mit Guthabenbasis erhalten häufig lediglich eine Bankkarte um Geld abzuheben. Bei dieser Art von Girokonto sind Kontoüberziehungen ausgeschlossen. Solche Konten finden sich bei den Angeboten der Bank nicht nur unter der Bezeichnung des Guthabenkonto, sondern auch unter den Bezeichnungen Mindestkonto oder Basiskonto.

Das Gemeinschaftskonten für WGs oder Paare

Natürlich bieten die Institute auch Gemeinschaftskonten an. Hier gibt es dann mehrere Kontoinhaber für ein Konto. Dieses ist beispielsweise bei WGs, aber auch in der Partnerschaft vorteilhaft. Jeder Kontoinhaber bekommt eine eigene Kontokarte, beziehungsweise einen eigenen Online – Zugang, falls es sich um ein Online – Konto handelt.

Online Girokonto und Online Banking

Die Banken bieten mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Girokonten an. Dabei bietet jedes Institut die Konten mit anderen Konditionen an. Von den Geschäftskonten mit Zusatzfunktionen bis hin zu den kostenlosen Standardkonten ist fast alles möglich. Auch das Online – oder Homebanking gehört dazu. Hierbei handelt es sich um die Kontoführung von Zuhause aus, am Laptop oder PC, oder Unterwegs, etwa am Handy. Da die Onlineverbindung zur Website der Bank immer verschlüsselt erfolgt, ist der Browser. dank einer abhörsicheren Technik, sicher mit der Website verbunden. Die Zahlungen, welche von diesem Onlinekonto aus gemacht werden können benötigen eine TransAktionsNummer, eine TAN. Erst mit dieser TAN wird der Auftrag bestätigt und bearbeitet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten solche TANs zu erhalten. Es ist möglich diese etwa mit einem Gerät und der EC – Karte selber zu generieren. Dieses Verfahren ist am sichersten. Außerdem gibt es auch einige Banken, welche die TANs per Briefpost zusenden. Eine weitere Möglichkeit bieten die mobileTAN, welche über das Smartphone abrufbar sind. Um das Homebanking über das Smartphone zu ermöglichen ist eine Banking App nötig. Im Schnitt ist die Sicherheit hier sehr gut. Zudem bieten die meisten Apps zusätzliche Funktionen, wie etwa Benachrichtigungen zu Kontoumsätzen. Außerdem können die TANs auch per SMS geschickt werden.

Wie sicher ist das Girokonto?

Bei den deutschen Banken gilt für Girokonten eine gesetzliche Sicherungssumme in einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde. Außerdem bieten viele Banken darüber hinaus freiwillige Sicherungsgrenzen an. Nach europäischen Recht ist das Guthaben des Girokontos von bis zu 100.000 Euro zu 100 Prozent geschützt. Hierzu besitzen die Banken Einlagensicherungsfonds, aus denen diese Summen, im Fall einer Bankenpleite, erstattet werden. Private Banken besitzen außerdem zusätzliche Sicherungsfonds des BdB, dem Bundesverband deutscher Banken. Hierüber sind die Bankeinlagen der Bankkunden in Millionenhöhe zusätzlich geschützt. Sparkassen und Genossenschaftsbanken besitzen eigene Sicherungssysteme, durch welche die Gelder in fast unbegrenzter Höhe schützen.

Die Vor- und Nachteile von Girokonten

Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist einer der größten Vorteile von Girokonten. Dieser ist Voraussetzung für regelmäßige Zahlungen, wie etwa der Eingang von Einkommen aus nichtselbstständiger oder selbstständiger Arbeit, Gehalt. Lohn, Taschengeld, Fördergelder, BAföG, Arbeitslosengeld, Taschengeld, oder Sozialleistungen. Ein Girokonto ist aber auch für Zahlungen unbedingt notwendig. Zu solchen Zahlungen zählen das Begleichen von Rechnungen, Gebühren, oder die Miete. Bargeld kann kostenfrei an den Automaten der Bank geholt werden. Es lässt sich auch Bargeld an Automaten abholen, welche nicht zur eigenen Bank gehören. In der Regel fallen hierbei Gebühren an. Mit der EC – Kate kann in den meisten Geschäften und Dienstleistern aber auch bargeldlos bezahlt werden. Der Nachteil eines Girokontos, und vor allem des bargeldlosen Bezahlens, liegt darin, dass es sich um eine Zahl auf einem Konto handelt, welche nicht physisch greifbar ist. Zudem können einige Behörden Zahlungsaktivitäten und Buchungen nachvollziehen. Ein weiterer Nachteil besteht in der Berechnung von Gebühren für einige Leistungen. Es sollte immer nachgelesen werden, welche Gebühren für welche Leistung verlangt werden, bevor ein Girokonto eröffnet wird. So lassen sich einige Banken das Einzahlen von Bargeld bezahlen. Auch Überweisungen am Automaten können Kosten verursachen.

Vorsicht vor den Lockvogel-Angeboten

Einige Banken werben mit attraktiven Neukunden – oder Wechsel – Angeboten. Zur Kontoeröffnung Locken sie mit einem Bonus oder anderen Prämien. Allerdings sollte bei der Wahl des Girokontos nicht auf solche Angebote geachtet werden. Wichtig ist, dass der Geldautomat gut erreichbar ist und Features, welche viel genutzt werden, keine Unmengen an Gebühren kosten.

Das richtige Konto finden

Wer sich auf die Suche nach einem Konto macht, der sollte sich vorher darüber Bewusst sein, welche Leistungen benötigt werden und für wen das Konto sein soll. Zu den Fragen gehören etwa, ob es sich um ein geschäftliches oder privates Konto handeln soll. Außerdem stellt sich die Frage wer das Konto benutzt. Handelt es sich um Freiberufler, Angestellte, Selbstständige, Jugendliche, Kinder, Studenten, Schüler, oder Wehrdienstleistende? Für Studenten gibt es häufig spezielle Angebote der Banken. Auch für Jugendliche gibt es extra Jugendkonten. Ausschlaggebend für die Wahl sind auch die Kontoführungsgebühren. Diese sind abhängig von den regelmäßigen Geldeingängen und der Höhe des monatlichen Guthabens. Die laufenden Kosten können außerdem steigen, wenn sich für die Inanspruchnahme von einem Dispositionskredit oder die Nutzung einer Kreditkarte entschieden wird.

Vor der Kontoeröffnung sollten sich also ein paar Gedanken zur persönlichen Nutzung gemacht werden. Es gibt einige folgende Fragen, welche bei der Auswahl eines passenden Kontos helfen können. Ist etwa ein persönlicher Ansprechpartner in der Bankfiliale notwendig? Wenn ja, dann eröffnen sie ein Konto in einer Filialbank. Wenn nicht, dann reicht eine Eröffnung bei einer Onlinebank aus. Eine weitere Frage bezieht sich auf die regelmäßigen Geldeingänge. Wenn es regelmäßige Eingänge gibt, dann lohnt sich ein Konto mit Mindestgeldeingang. Sind diese Eingänge zu gering, dann muss nach einem Konto ohne Mindestgeldeingang gesucht werden. Wird mehr als eine Girocard oder zusätzlich eine Kreditkarte benötigt, dann sollten die Kosten der zusätzlichen Karten überprüft werden. Bevor sich für eine Bank entschieden wird sollte außerdem kontrolliert werden wo sich die nächsten Geldautomaten befinden, oder wo es möglich ist kostenlos Bargeld abzuheben. Außerdem sollte sich die Frage gestellt werden, ob häufig Belege eingereicht werden, denn dann reicht Onlinebanking nicht aus und es ist eine Filiale in der Nähe notwendig.

Wer oft im Ausland unterwegs ist und dort auf Bargeld angewiesen ist, für den ist ein gebührenfreies weltweites Geldabheben wichtig. Wer also geschäftlich oft in der ganzen Welt unterwegs ist, der sollte nach solchen kostenlosen Leistungen gucken. Wenn regelmäßig Bargeld eingezahlt werden muss, dann sollte sich für eine Filialbank entschieden werden, denn nur hier ist dieser Dienst kostenlos. Es sollte auf einen günstigen Dispo – und Überziehungszins geachtet werden, wenn das Konto öfter mal überzogen wird. Die Leistungen und Gebühren verschiedener Anbieter sollten immer miteinander verglichen werden, bevor ein Konto eröffnet wird. Die wichtigste Frage ist jedoch, ob es ein kostenloses Bankkonto sein muss. Sind alle Fragen beantwortet und ist ein passendes Konto gefunden, so sollte dieses nicht direkt eröffnet werden. Vorher sollte ein Blick in das Preis – und Leistungsverzeichnis der Bank geworfen werden, um negative Überraschungen zu vermeiden.

Das kostenlose Bankkonto

Viele Banken werben mit kostenlosen Bankkonten, bei denen die gewöhnliche Kontonutzung nicht bezahlt werden muss. Allerdings gibt es hier häufig versteckte Kosten. So lassen sich einige Institute die EC – Karte bezahlen. Viele fordern außerdem einen monatlichen Mindestgeldeingang, um das Konto kostenlos nutzen zu können. Es kommt auch vor, dass ein Gehaltseingang zur Voraussetzung für die Kontoeröffnung gehört. Viele verlangen zusätzliche Gebühren, wenn im Ausland Geld benötigt wird, wenn an fremden Automaten Geld abgehoben wird, wenn Geld häufig eingezahlt wird, oder wenn Überweisungen am Automaten vorgenommen werden.

Der Dispositionskredit

In der Regel gewähren die Banken einen Dispositionskredit, wenn es regelmäßige Zahlungseingänge auf dem Konto gibt. Hierbei handelt es sich um eine Kreditlinie, welche es ermöglicht über mehr Geld zu verfügen, als auf dem Konto vorhanden ist. Innerhalb dieser festgelegten Linie kann frei über dieses Geld verfügt werden. Häufig handelt es sich bei der Kredithöhe um das dreifache des monatlichen Gehaltseingangs. Wenn das Girokonto durch diesen Dispositions -, also Überziehungskredit, in das Minus gelangt, dann erheben die Institute einen Dispozins. Dieser wird auch als Girozins bezeichnet. Obwohl es sich hier um einen Kredit handelt, gibt es hier keinen Tilgungs – oder Rückzahlungsplan. Eine feste Laufzeit gibt es hier auch nicht. Der Zins schwankt mit der Höhe der Inanspruchnahme des Dispositionskredits. Vorteilhaft ist, dass der Sollzins nur gezahlt werden muss, wenn der Dispositionskredit auch genutzt wird. Allerdings gibt es auf das Girokonto aktuell kaum Guthabenzinsen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Dispozinsen, trotz des niedrigen Zinsniveaus momentan, mit bis zu 15 Prozent aktuell höher ist, als jeder andere Zins bei anderen Kreditarten. Es ist nicht ratsam sich dauerhaft über den Dispositionskredit zu finanzieren, da die Bank die Kreditlinien jederzeit reduzieren und kündigen kann. In solchen Fällen kann es schnell passieren, dass es zu Liquiditätsengpässen kommt.

Die Kündigung

Wer unzufrieden mit seinem Konto und den Konditionen und Leistungen ist, der kann das Konto wechseln. Hierzu ist es nötig das bestehende Girokonto zu kündigen. in der Regel ist die Kündigung unkompliziert und nicht mit extra Kosten verbunden. Häufig bieten Banken sogar einen kostenlosen Wechselservice an. Hierdurch werden der Wechsel und die Kündigung noch einfacher. Ein neues Konto sollte vor jeder Kündigung unbedingt eröffnet werden, da ein Girokonto unbedingt für den Zahlungsverkehr notwendig ist. Hierbei sollte auf passende Konditionen und Leistungen geachtet werden. Im Internet gibt es einige Portale, welche einen Vergleich unterschiedlicher Girokonten ermöglichen. So kann aus den aktuellen Angeboten ein passendes Girokonto herausgefiltert werden. Wer ein neues Girokonto eröffnet hat, der sollte alle Zahlungspartner über diese Neuerung informieren. Es ist ratsam das alte Konto noch drei Monate laufen zu lassen, parallel zum neu eröffneten Girokonto. So ist sichergestellt, dass alle Zahlungspartner über die Änderung informiert werden können und keine Zahlungen versäumt werden. Um ein Girokonto zu kündigen genügt ein formloses Schreiben vom Inhaber des Kontos. Dieses sollte die Kontonummer, den Namen und den Wunsch zur Kündigung des bestehenden Girokontos enthalten. Das Schreiben wird bei der zuständigen Bank eingereicht. Es ist sinnvoll in diesem Schreiben auch die neuen Kontodaten anzugeben, sodass ein mögliches Restguthaben von der alten Bank überwiesen werden kann. Außerdem sollte das Girokonto nicht mit einem Dispokredit belastet sein, da sonst die Kündigung nicht erfolgen kann.

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Fünf Gründe, die für ein pfändungssicheres Konto sprechen http://www.geldbericht.de/warum-ein-pfaendungssicheres-konto-eroeffnen/ http://www.geldbericht.de/warum-ein-pfaendungssicheres-konto-eroeffnen/#respond Mon, 13 Jul 2015 15:53:43 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1309

Gläubiger können frei entscheiden, auf welchem Weg sie bei einem Schuldner berechtigte Pfändungen vornehmen lassen. Neben Sachwerten können auch Arbeitseinkommen oder Bankguthaben zur Pfändung herangezogen werden.Wer Schulden hat kann durch ein pfändungssicheres Konto seinen Selbstbehalt sichern.

Ein pfändungssicheres Konto schützt Ihr letztes Geld vor Ihren Gläubigern

Das seit 1999 bestehende Insolvenzrecht ist einer umfassenden Reform unterzogen worden. Das bisher geltende Recht erlaubte es Gläubigern, eine Pfändung des Girokontos beim Schuldner zu erwirken. Dies bedeutete, dass keinerlei Zahlungsverfügungen seitens des Schuldners mehr vorgenommen werden konnten, bis der Pfändungsbetrag beglichen war. Selbst Mietzahlungen oder Unterhaltsleistungen waren nicht mehr möglich. Um dieser Kontopfändung entgegenzuwirken, musste ein Gerichtsbeschluss herbeigeführt werden. Im Rahmen der Reform des Insolvenzrechtes hat die Bundesregierung auch den Kontopfändungsschutz beschlossen. Seit Mitte 2010 können Bankkunden ein Pfändungsschutzkonto einrichten beziehungsweise ihre Bank oder Sparkasse anweisen, das bestehende Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Ein pfändungssicheres Konto wird mit dem Zusatz „P“ gekennzeichnet. Damit muss dem Kontoinhaber, unabhängig von den Forderungen eventueller Gläubiger, ein Basispfändungsschutz der Höhe seines Pfändungsfreibetrages nach § 850c Zivilprozessordnung (ZPO) eingeräumt werden. Diese Summe liegt derzeit bei einem ledigen Schuldner ohne Unterhaltsverpflichtung bei monatlich 985,15 Euro.

Die Gründe für ein pfändungssicheres Konto

Der erste und wichtigste Grund für ein pfändungssicheres Konto ist die Tatsache, dass der Pfändungsschutz bis zur Grenze des Pfändungsfreibetrages automatisch eingetragen wird. Das aufwendige Gerichtsverfahren zur Abwehr einer Kontopfändung entfällt. Dringend notwendige Geldgeschäfte können bis zum Erreichen des Pfändungsfreibetrages auch bei einer laufenden Kontopfändung ausgeführt werden. Hierin liegt der zweite Vorteil, denn der Schuldner kann weiter bargeldlose Verfügungen ausführen lassen und muss nicht auf den meist teureren Weg der Barzahlung ausweichen. Es kommt auch nicht mehr darauf an, wann eine Zahlung auf dem P-Konto eingeht. Nicht ausgeschöpfte Beträge werden automatisch auf den nächsten Monat übertragen. Aus dieser Vorgehensweise ergibt sich der Vorteil, dass der Schuldner Guthaben ansparen kann. Außerdem muss er nicht mehr jede einzelne Art seines Einkommens gesondert nachweisen. Die Vereinheitlichung und die Angleichung der einzelnen Pfändungsvorschriften macht dies überflüssig.

Ebenfalls von Vorteil sind die Tatsachen, dass der erhebliche bürokratische Aufwand bei Kontopfändungen auf ein erträgliches Maß gesenkt wurde und das auch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit bis zum Erreichen der individuellen Pfändungsgrenze nach § 850c ZPO geschützt sind.

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Der Diskontsatz der Deutschen Bundesbank http://www.geldbericht.de/der-diskontsatz-der-deutschen-bundesbank/ http://www.geldbericht.de/der-diskontsatz-der-deutschen-bundesbank/#respond Tue, 07 Jul 2015 09:19:39 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=999

Der Begriff Diskont leitet sich vom italienischen disconto ab. Das heißt Abrechnung. Bis 1999 war der Zinssatz der Basiszinssatz, mit dem die Deutsche Bundesbank Geschäftsbanken belastete, wenn sie ihre Wechsel ankaufte. Den Diskontsatz nutzte die Bundesbank als ein Instrumentarium der Notenbankpolitik.

Was genau war der Wechsel zum Diskont-Zinssatz?

Banken liehen sich Geld von der Deutschen Bundesbank oder den Landeszentralbanken, indem sie Wechsel zum Diskont-Zinssatz verkauften. Zum Fälligkeitstag wurde eine Diskontprovision abgezogen. Die kurzfristige Beschaffung liquider Mittel wurde also mit einem Preis bezahlt, der sich nach dem aktuellen Leitzinssatz richtete.

Die Wechsel hatten meist eine Laufzeit von maximal 90 Tagen. Viele Verträge bezogen sich auf diesen Satz. Der Diskontsatz wurde von der Deutschen Bundesbank festgelegt. Mit diesem Zinssatz hatte die Deutsche Bundesbank ein Instrumentarium der Notenbankpolitik in der Hand. Sie versuchte hiermit, Marktzinssätze zu beeinflussen. Sie steuerte auch die Zinssätze, die Banken ihren Kreditnehmern wiederum belastete. War der Zinssatz niedrig, waren auch die Kredite preiswert. Ein hoher Diskont-Zinssatz bewirkte, dass die Kreditnachfrage sank. Liquidität, Preisstabilität und Inflationsrate waren damit beeinflussbar.

Nun ist die EZB zuständig

Heute gibt es das Diskontgeschäft mit der Deutschen Bundesbank nicht mehr. Seit dem 1. Januar 1999 ist die Europäische Zentralbank EZB zuständig für die Geldpolitik. Seit Einführung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion haben die europäischen Zentralbanken die geldpolitische Macht für den gesamten Euroraum. Die EZB legt lediglich den Leitzinssatz fest. Der Leitzins ist der neue Basiszinssatz. Den Basiszinssatz regelt seit dem 1. Januar 2002 das Bürgerliche Gesetzbuch im § 247.

Die EZB hat die Aufgaben der Deutschen Bundesbank übernommen, rediskontiert aber keine Wechsel. Auch die Deutsche Bundesbank führt kein Diskontgeschäft mit sogenannten „guten Handelswechseln“ mehr durch. Weil Wechsel Urkunden sind, lassen sie sich nicht durch Maschinen und Computer auslesen. Der Umgang mit Wechseln ist daher sehr personalaufwendig. Die Kosten sind aufgrund dessen zu hoch für die reguläre Nutzung. Jedoch gibt es noch den Handelswechsel als Sicherungs-, Zahlungs- und Finanzierungsmittel für Firmen. Für sie gelten eine Mindestlaufzeit von einem Monat und eine maximale Restlaufzeit von sechs Monaten.

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Die Bankautomaten der Cashgroup: Vor- und Nachteile http://www.geldbericht.de/cashgroup-bankautomaten-vorteile-und-nachteile/ http://www.geldbericht.de/cashgroup-bankautomaten-vorteile-und-nachteile/#respond Mon, 06 Jul 2015 20:27:39 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=956

Ein Leben ohne Bankautomaten ist heutzutage fast nicht mehr vorstellbar. Doch Bankautomat ist nicht gleich Bankautomat je nach dem zu welcher Bankengruppe er gehört, fallen unter Umständen ungewollte Kosten an.

Was ist die Cashgroup?

Die Cashgroup ist eine Vereinigung mehrerer namenhafter Bankhäuser in Deutschland deren Zusammenschluss der Bereitstellung eines möglichst großen Geldautomatennetzes dient. Von den 55.000 Geldautomaten entfallen rund 9000 Automaten auf die Cashgroup. Rund 25.700 Automaten gehören der Sparkassengruppe und weitere 18.000 entfallen auf die Volksbanken Raiffeisenbanken. Bis 1997 gab es eine Höchstentgeltvereinbarung zwischen der Sparkassengruppe und anderen Banken. Damals durften maximal 4 DM für die Bereitstellung von Bargeld an einem Automaten für einen fremden Kunden berechnet werden. 1997 kündigte die Sparkasse die Vereinbarung und verlangt seitdem höhere Entgelte. Damit hatte die Sparkassengruppe neben der Volksbanken Raiffeisenbankengruppe gegenüber allen anderen Banken zunächst einen sehr großen Vorteil, war sie sozusagen die einzige Bank, die ihren Kunden ein flächendeckendes Netz an Automaten zur Verfügung stellen konnte.

Vorteile der Cashgroup

Eine Vielzahl anderer Banken gruppierte sich daraufhin in der bis heute bestehenden Cashgroup, darunter auch die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Hypovereinsbank. Alle Mitglieder der Gruppe sicherten den anderen Banken die kostenfreie Nutzung ihrer Automaten zu. Damit verlor jede einzelne Bank an Entgelten, gewann aber an Bankautomaten, die sie ihren Kunden zur Verfügung stellen konnte. Eine gemeinsame Karte, die Debitkarte, ermöglicht so den Kunden der Banken der Cashgroup bis heute eine kostenlose Bargeldentnahme an 9000 Automaten in Deutschland.

Nachteile der Cashgroup

Als Nachteil muss man klar definieren, dass die Cashgroup über das kleinste Netz an Bankautomaten verfügt. Dadurch bleibt für die Kunden, die nicht in den Metropolen Deutschlands beheimatet sind, das Problem, dass sie hin und wieder dennoch zu Geldautomaten eines gruppenfremden Bankhauses müssen, was für jede Aktion mit Kosten verbunden ist.

Auch bei Shell-Tankstellen kann kostenlos Bargeld abgehoben werden

Dem kleinen Netz an Automaten steht jedoch die Möglichkeit zur kostenlosen Bargeldabholung an den Shell-Tankstellen entgegen. Diese bieten mit ihren rund 2.145 Tankstellen in ganz Deutschland noch mal eine erhebliche Zahl an Anlaufstellen für die Bargeldversorgung. Viele Shell-Tankstellen haben 24 Stunden geöffnet und sind besetzt und somit vergleichbar mit einem Automaten.

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Die Geldautomaten der Cashgroup im Fokus – wir sagen Ihnen, wie Sie welche finden! http://www.geldbericht.de/cashgroup-geldautomaten-finden/ http://www.geldbericht.de/cashgroup-geldautomaten-finden/#respond Mon, 06 Jul 2015 20:21:47 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=953

Bargeld immer und überall ist heutzutage ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Die Bankenzugehörigkeit des Automaten entscheidet über das Entgelt und hält für viele Kunden Überraschungen bereit.

Infos zur Cashgroup

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es rund 55.000 Bankautomaten, die für den Bargeldbedarf der Bevölkerung sorgen. Darunter gehören gut 25.700 Stück der Sparkassengruppe und 18.000 Automaten entfallen auf die Volksbanken-Raiffeisenbanken. Über gut 9.000 Automaten verfügt die Cashgroup.

Die Cashgroup gibt es seit 1998. Sie wurde von mehren Privatbanken gegründet, als eine Reaktion auf die Kündigung der Höchstentgeltvereinbarung der Sparkassen. Diese wollten das damals festgelegte Maximum von 4 DM für die Benutzung der Geldautomaten von fremden Kunden erhöhen und erhielten schließlich, auch nach Prüfung durch das Bundeskartellamt, die Erlaubnis dazu. Eine Gruppe von Privatbanken beschloss daraufhin, sich zur Cashgroup zusammenzuschließen und so allen Kunden der Bankhäuser der Gruppe die Möglichkeit zu bieten, an den Geldautomaten der Gruppe kostenlos Bargeld abzuheben. Auf diese Weise verlor zwar jede Bank an Entgelten für die Nutzung ihrer Automaten durch fremde Kunden, gewann jedoch eine große Anzahl an Automaten, die sie ihren Kunden zur Verfügung stellen konnte und immer noch kann.

Cashgroup Mitglied erkennen

Da der Cashgroup inzwischen eine größere Anzahl an Banken zugehörig ist, kann man oft nicht am Namen der Bank, die den Automaten betreibt, erkennen, ob man mit zusätzlichen Kosten rechnen muss. Deshalb hat die Cashgruppe im Internet ein Portal online gestellt. Unter http://www.cash-group.de/ kann man durch die Angabe der Postleitzahl bzw. des Ortes sowie der Straße den nächsten Geldautomaten lokalisieren. Eine andere Möglichkeit ist, sich die großen Bankennamen innerhalb der Gruppe zu merken. Eine Filiale bzw. ein Automat der Commerzbank oder der Deutschen Bank sowie der Hypovereinsbank ist in der Regel in jeder Kleinstadt der Republik zu finden. An den Automaten, die zur Cashgroup gehören, befindet sich das Cashgrouplogo. Dieses kann man ebenfalls auf der Homepage http://www.cash-group.de/ ansehen und sich einprägen. Darüber hinaus bietet die Cashgruppe die Möglichkeit, an Shell-Tankstellen Bargeld an deren Kassen zu beziehen. Shell-Tankstellen haben ein sehr gut ausgebautes Netz über ganz Deutschland verteilt.

Schlusswort

Wer dennoch einmal auf den Automaten eines gruppenfremden Hauses ausweichen muss, sollte sich auf hohe Entgelte bei der Sparkassengruppe gefasst machen.

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Geld kostenlos abheben – So klappt’s nicht nur bei der Hausbank http://www.geldbericht.de/bei-anderer-bank-geld-kostenlos-abheben/ http://www.geldbericht.de/bei-anderer-bank-geld-kostenlos-abheben/#comments Mon, 06 Jul 2015 20:19:08 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=951

Ein bequemer Service: Einfach an den Bankautomaten gehen und dort Bargeld abheben. Wie das nicht nur bei der eigenen Bank, sondern auch bei Fremdbanken kostenlos geht, ist im Folgenden nachzulesen.

Knapp 2.200 unterschiedliche Bankinstitute gibt es in Deutschland. Wäre es nicht praktisch, man könnte zu jedem beliebigen Geldautomaten gehen und dort Geld kostenlos abheben? Bei vielen Banken werden jedoch Gebühren fällig. Kostenlose Abhebungen sind nur bei der eigenen Bank der Normalfall. Doch mit einer gezielten Auswahl geht es auch, dass man bei anderen Banken ohne Zusatzkosten Geld abhebt.

Bei diesen Bankgruppen kann überall kostenlos Geld abgehoben werden

Große Bankengruppen wie die Volks- und Raiffeisenbanken oder die Sparkassen gewähren ihren Kunden nämlich so etwas wie Bank-Asyl. Zwar sind die Einzelbanken einer Stadt oder einer Kreisregion meist selbstständige Institute. Wenn ein Kunde einer Sparkasse aus Hamburg aber bei einer Sparkasse in München Geld abheben möchte, kann er dort ebenfalls kostenfrei den Automaten nutzen. Circa 25.000 Geldautomaten stehen dem Bankkunden einer Sparkasse damit bundesweit zur Verfügung. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken sind es annähernd 19.000.

Andere Banken, die sich zusammengeschlossen haben

Auch andere Banken haben sich zu vergleichbaren Automatenverbünden zusammengetan. So gibt es beispielsweise den Cash-Pool-Verbund, zu dem etwa die Sparda-Banken und die Degussa-Bank gehören. Über diesen Zusammenschluss sind ca. 2.500 Automaten kostenfrei für Abhebungen zugänglich. Wer Kunde einer Sparda-Bank ist, bleibt also auch bei einem Gerät der Degussa-Bank ohne Gebühren. Ein anderer Zusammenschluss ist die Cashgroup, zu deren Mitgliedern unter anderem die Deutsche Bank, die Commerzbank sowie die Postbank zählen. Dieser Verbund umfasst ungefähr 9.000 Einzelautomaten.

Fazit

Geldabheben ist also nicht nur bei den eigenen Hausbankautomaten möglich, sondern lässt sich in der Regel auch an anderen Geräten durchführen. Nur sollte man sich klarmachen, bei welchen Instituten das jeweils realisierbar ist und wissen, wo sich deren Standorte dann konkret befinden. Bei Sparkassen oder Raiffeisen- und Volksbanken ist es in der Regel relativ schnell ersichtlich, ob man ein geeignetes Gerät vor sich hat. Bei den Bankverbünden mit bis zu einem Dutzend unterschiedlicher Banken kann es schon ein wenig komplizierter sein. Doch statt sich alle Namen der beteiligten Institute zu merken und bei der Automatensuche in einer fremden Stadt danach Ausschau zu halten, kann man sich auch an dem jeweiligen Logo des Bankenverbunds orientieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, beispielsweise im Internet gezielt nach Einzelautomaten zu suchen. Wer dennoch bei einem Fremdautomaten landet, an dem Gebühren für die Abhebung verlangt werden, hat Gelegenheit, den Vorgang noch vor Abschluss der Aktion abzubrechen. Wie hoch die Gebühren sind, muss nämlich dem Kunden am Automaten durch das Geldinstitut ersichtlich gemacht werden. Erscheinen die Kosten zu hoch, kann man also die Bank auch wieder verlassen und nach anderen Möglichkeiten in der weiteren Umgebung suchen.

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Der klassische Wechsel als Zahlungsmittel http://www.geldbericht.de/wechsel-ein-klassisches-zahlungsmittel/ http://www.geldbericht.de/wechsel-ein-klassisches-zahlungsmittel/#respond Mon, 06 Jul 2015 20:14:26 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=949

Der Wechsel hat als Zahlungs- und Kreditmittel bis heute nicht an Bedeutung verloren und wird noch immer gern bei wirtschaftlichen Transaktionen eingesetzt. Seine Verwendung findet er als Kredit- oder Handelswechsel.

Was ist ein Wechsel?

Rechtlich zählt der Wechsel zu den schuldrechtlichen Wertpapieren und obliegt bestimmten Gesetzesvorschriften. Es handelt sich um ein Orderpapier. Folgende Bestandteile muss ein gütiger Wechsel zwingend enthalten: Tag sowie Ort der Ausstellung, Wechselklausel, d. h., das Wort „Wechsel“ muss genannt werden, Laufzeit/Verfallsdatum, Name des Wechselempfängers oder Vermerk: „an eigene Order“, Name des Bezogenen, Zahlungsort, konkrete Anweisung, dass eine bestimmte Summe zu zahlen ist, und die Unterschrift des Ausstellers.

Generelles zum Wechsel

Das Dokument muss sauber ausgefüllt sein und darf keine Korrekturen in Form von Radieren oder Streichungen enthalten, sonst verliert es seine Gültigkeit. Die Ausstellung erfolgt aufgrund einer Darlehensgewährung oder zum Ausgleich einer Verbindlichkeit z. B. aus Warenlieferungen. Der Wechsel, die sogenannte Tratte bzw. Rimesse wird durch den Aussteller (Gläubiger) an den Wechselnehmer weitergeleitet. Nach Unterschrift durch den Schuldner wandelt sich die Tratte in den Akzept. Von einem Blankoakzept spricht man, wenn der Schuldner den Wechsel unterschreibt, noch bevor dieser komplett ausgefüllt wurde. Man unterscheidet u. a. folgende Arten des Wechsels: Tagwechsel, Handelswechsel, Finanzwechsel, Rektawechsel, Datowechsel, Sichtwechsel und den Nachsichtwechsel.

Nun verbleiben im Wechselgeschäft drei Möglichkeiten der weiteren Verwendung

Der Aussteller kann den Wechsel aufheben und am Verfallstag dem Schuldner zur Zahlung vorlegen. Im Normalfall erfolgt dies per Vorlage bei dessen Hausbank. Des Weiteren kann er an Dritte, d. h., einen eigenen Gläubiger weitergereicht werden, wobei die vollen Rechte an dem Wechsel auf diesen übergehen. Die Weitergabeerklärung erfolgt per Indossament auf der Rückseite des Dokumentes. Der Wechsel kann innerhalb der Laufzeit beliebig oft weitergereicht werden. Als dritte Möglichkeit verbleibt das Wechseldiskontgeschäft, bei dem der Wechsel vor Ende der Laufzeit bei der Bank diskontiert wird. Gegen Berechnung eines Zinsabschlages – gleich Diskont – sowie fakultativ einer Diskontprovision zahlt die Bank den Wechselbetrag an den Gläubiger aus. Bis zum 31.12.2001 sprach man vom Diskontsatz, der von einer Zentralbank festgelegt wurde. Mit Wirkung von 01.01.2002 löste der Basiszinssatz den Diskontzins ab. Dieser wird immer zum 01.01. und 01.07. eines Jahres angepasst.

Was ist, wenn ein Wechsel nicht eingelöst werden kann?

Kann ein Wechsel aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners nicht eingelöst werden, erfolgt in der Regel ein Wechselprotest. Der Wechselprotest muss mit einer sogenannten Protesturkunde bis zum zweiten Werktag nach Fälligkeit notariell bestätigt werden. Anschließend kommt es zur Wechselklage über das Gericht oder zum Regress. Per Regress wird wahlweise mit der Forderung an den direkten Vorbesitzer herangetreten (Reihenregress) oder man sucht sich aus der Reihe der Vormänner beliebig jemanden aus (Sprungregress). Mithilfe eines Prolongationswechsels oder durch Stundung kann die Fälligkeit verlängert und ein Regress abgewendet werden. Ein Prolongationswechsel mit einem späteren Verfallsdatum ersetzt das ursprüngliche Dokument, welches dem Schuldner zurückgegeben wird.

Fazit

Auch, wenn es heutzuutage etwas ungewöhnlich erscheinen mag: Das Zahlungsmittel Wechsel hat noch nicht ausgedient.

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Mit diesen Kosten müssen Sie bei einer Rücklastschrift rechnen http://www.geldbericht.de/ruecklastschrift-kosten/ http://www.geldbericht.de/ruecklastschrift-kosten/#respond Mon, 06 Jul 2015 20:10:07 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=947

Zu den Kontoführungsgebühren für ein Girokonto gehören neben der eigentlichen Kontoführung auch Kosten für eine getätigte Überweisung oder eine in Auftrag gegebene Rücklastschrift.

Wie viel eine Rücklastschrift kosten kann, hängt davon ab, weswegen es zur Rücklastschrift kommt. Eine Rücklastschrift kann sowohl von der kontoführenden Bank als auch vom Kontoinhaber ausgelöst werden. Zudem entscheidet auch der Grund der Rücklastschrift, die vom Kunden in Auftrag gegeben wurde, über die Kosten und wer sie begleichen muss. Eine Rücklastschrift kann berechtigt, fehlerhaft oder unberechtigt sein.

Rechte bei einer falschen Lastschrift

Eine fehlerhafte oder unberechtigte Lastschrift darf der Kontoinhaber in jedem Fall durch die kontoführende Bank zurückholen lassen. In dieser Situation entstehen dem Kunden keine Kosten, sondern nur dem Abbuchenden. Dieser kann bei einer berechtigten Forderung die Kosten dem Schuldner in Rechnung stellen. Meistens werden zudem auch noch Bearbeitungsgebühren berechnet, die beim nächsten Versuch der Lastschrift den Rechnungsbetrag erhöhen. In der Regel muss der Verbraucher mit einem Betrag in Höhe von 10 Euro rechnen.

Wie sieht das bei unberechtigten Lastschriften aus?

Es kommt zunehmend vor, dass Betrüger die Situation ausnutzen und nach Erhalt von Kontodaten Lastschriften vornehmen, die mit dem Kontoinhaber nicht abgesprochen wurden. Die Bank kontrolliert jedoch nicht, ob der Anspruch berechtigt ist, sondern führt die Abbuchung aus, ohne sich den Nachweis über den Abschluss eines Lastschriftverfahrens vorlegen zu lassen. Es ist nun so, dass Kontoinhaber nicht regelmäßig ihre Kontoauszüge überprüfen und somit nicht gleich feststellen, dass Unberechtigte Geld vom Konto gebucht haben. Diese Abbuchungen können seit dem 31. Oktober 2009 bis zu 13 Monate nach Zustellung der Kontoauszüge rückgängig gemacht werden. Fehlerhafte Abbuchungen können nur bis 6 Wochen nach Zugang der Auszüge zurückgefordert werden.

Ist die Forderung nur teilweise oder gar nicht berechtigt, dann entstehen dem Kontoinhaber auch keine Kosten. Hat der Abbuchende zwar eine gültige Lastschrifteinwilligung, jedoch einen falschen Betrag abgebucht, dann kann ihm der Kontoinhaber einen erneuten Versuch genehmigen. Die Kosten für die falsche Abbuchung trägt jedoch der Abbuchende. Ist die Forderung nicht berechtigt und versucht es der Abbuchende noch einmal, kann der Kontoinhaber dagegen vorgehen, indem er die Bank anweist, die Lastschrift nicht mehr zuzulassen. Hilft dies nicht, sollte der Betreffende sich an einen Rechtsberater wenden.

Auch wenn die Lastschrift nicht ausgeführt werden kann entstehen Kosten

Ist die kontoführende Bank nicht in der Lage, die Lastschrift auszuführen, weil das Konto nicht gedeckt ist, dann kann die jeweilige Bank eine Bearbeitungsgebühr in Rechnung stellen. Die Höhe dieser beträgt bei der Berliner Sparkasse 2,50 Euro pro Versuch. Zudem kann der Abbuchende dem Schuldner einen Säumniszuschlag in Höhe von bis zu 10 Euro berechnen. Die Gebühr der Bank ist in jedem Fall erst einmal vom Kunden zu tragen. Kann er allerdings nachweisen, dass der Abbuchende keine Erlaubnis zum Lastschriftverfahren erhalten hatte, dann kann die Gebühr erstattet werden. In der Praxis ist dies jedoch selten der Fall, da der Betreffende nicht ausreichend beweisen kann, dass der Forderer keine Genehmigung hatte.

Bei der Rücklastschrift müssen Sie mit Kosten rechnen

Bei einer gerechtfertigten Lastschrift sind alle Rücklastschrift-Kosten vom Kontoinhaber zu tragen. Wie hoch die Kosten sind, hängt von der Gebührenordnung der beteiligten Banken ab.

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Die gesetzlichen Bestandteile des Schecks sind im Scheckgesetz geregelt http://www.geldbericht.de/bestandteile-des-schecks/ http://www.geldbericht.de/bestandteile-des-schecks/#respond Mon, 06 Jul 2015 20:04:32 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=945

Neben der Bar-, EC- und Kreditkartenzahlung ist der Scheck ein weiteres anerkanntes Zahlungsmittel. Die Ausstellung eines Schecks ist jedoch nur gültig, wenn bestimmte gesetzlich geregelte Bestandteile enthalten sind.

Über gesetzlichen Bestandteile des Schecks sollte man sich informieren

Die Richtlinien der Zahlung per Scheck sind im Scheckgesetz vom 14. August 1933 festhalten. Das Scheckgesetz gilt für den Großteil der europäischen Staaten, Südamerika und Japan. An einem Scheck-Vorgang sind grundsätzlich drei Parteien beteiligt: Der Scheckaussteller, der Scheckempfänger und die Bank des Scheckausstellers. Die Scheckzahlung erfolgt in drei Schritten. Schuldet eine Person A einer Person B einen bestimmten Geldbetrag, dann kann Person A einen Scheck ausstellen – vorausgesetzt Person B akzeptiert diese Zahlungsweise. Person A muss ein entsprechendes Guthaben auf seinem Bankkonto vorweisen können. Ein Scheck stellt eine Art Auszahlungsaufforderung dar. Person B kann also mit dem Scheck zur Bank des Scheckausstellers gehen und den auf dem Scheck festgehaltenen Betrag einfordern.

Diese Angaben benötigt ein Scheck

Bei der Scheckausstellung gilt zu beachten, dass bestimmte Angaben auf dem Scheck gemacht werden müssen. Welche Angaben das sind, ist im Scheckgesetz in Artikel 1 festgehalten. Generell können Schecks unterschiedlich aussehen. So können sie beispielsweise auf farbigem Papier gedruckt sein, oder ein Unternehmenslogo zeigen. In jedem Fall muss aber das Wort „Scheck“ auf dem Dokument stehen. Ebenfalls festgehalten werden muss der Name des Scheckausstellers sowie der zu zahlende Geldbetrag. Dieser sollte – um Fehler zu vermeiden – sowohl als Zahl als auch in Worten notiert sein. Sollten die Zahl und die Worte voneinander abweichen, zählt immer der Betrag in Worten. Eine Anweisung an die Bank diesen Betrag auszuzahlen ist ebenfalls unbedingt erforderlich.

Abschließend muss der Scheck den Tag der Ausstellung, den Ausstellungsort und die Unterschrift des Scheckausstellers enthalten. Der Tag der Ausstellung ist bei Schecks deshalb wichtig, da von diesem Tag an die Vorlagefrist beginnt. Nach Artikel 29 des Scheckgesetzes können Schecks im Inland nur innerhalb von acht Tagen eingelöst werden. Außerhalb Deutschlands gelten längere Fristen.

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Darauf müssen Sie bei einem Orderscheck achten! http://www.geldbericht.de/orderscheck/ http://www.geldbericht.de/orderscheck/#respond Mon, 06 Jul 2015 20:02:23 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=943

Der Scheck ist ein Wertpapier, mit dem ein Kunde eines Kreditinstituts diesem die Anweisung erteilt, einen bestimmten Geldbetrag an einen Dritten zu zahlen. Schecks werden nach ihrer Übertragungsform unterschieden.

Was ist ein Orderscheck?

Orderschecks müssen auf eine besondere Weise als solche gekennzeichnet sein – dies geschieht durch eine spezielle Formularzeile, in der der Name des begünstigten Dritten eingetragen wird. Von Banken ausgegebene Orderschecks werden zusätzlich durch einen roten Strich am rechten Rand des Papiers gekennzeichnet, in dem die Scheckart vermerkt ist.

Banken mögen keine Orderschecks

Die Verwendung von Orderschecks ist nicht üblich, da für Banken ein erhöhter Aufwand entsteht – im Gegensatz zum Inhaberscheck muss genau geprüft werden, ob die entsprechende Legitimation des Vorlegenden besteht. Generell wird jedoch empfohlen, im Falle eines Scheckversands per Post auf Orderschecks zurückzugreifen: Inhaberschecks können auf dem Postweg entwendet und eingelöst werden, ohne dass die Berechtigung des Überbringers durch die Bank geprüft werden müsste.

Worauf ist bei einem Orderscheck zu achten?

Den gesetzlichen Rahmen für den Scheckverkehr als solchen bildet das Scheckgesetz (ScheckG) von 1933. Dort sind auch die Vorlagefristen geregelt: Artikel 29 ScheckG legt fest, dass im Inland ausgestellte Schecks binnen 8 Tagen beim jeweiligen Kreditinstitut vorgelegt werden müssen. Die Frist für Schecks, die im europäischen Ausland ausgestellt wurden, beträgt 20 Tage, die für außereuropäische Schecks 70 Tage.

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