Schulden – Geldbericht http://www.geldbericht.de Geld anlegen - Aktien - Devisen - Edelmetalle - Fonds - Futures - Optionen Tue, 21 Nov 2017 15:31:54 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.4 Sie haben Schulden? Holen Sie sich Hilfe! http://www.geldbericht.de/hilfe-gegen-schulden/ http://www.geldbericht.de/hilfe-gegen-schulden/#comments Mon, 13 Jul 2015 16:15:20 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1321

Wer verschuldet oder gar überschuldet ist, der ist nicht auf sich alleine gestellt: Neben den Verbraucherzentralen bieten beispielsweise auch Wohlfahrtsverbände Hilfestellungen und Beratungen für Betroffene an.

Was genau ist mit Überschuldung und Schulden gemeint?

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind Schulden ausstehende Verbindlichkeiten gegenüber dritten Personen, die ihrer geschuldeten Gegenleistungspflicht bereits nachgekommen sind. Ist eine Person verschuldet, so gehören ihr weniger Werte, als zur Deckung der Verbindlichkeiten notwendig wären – selbst bei einer kompletten Übertragung aller vorhandenen Werte wären immer noch Schulden vorhanden. Zuletzt existiert auch noch der Begriff der Überschuldung – für juristische Personen ist dieser in § 19 Absatz 2 Insolvenzordnung (InsO) geregelt: Demnach liegt eine Überschuldung dann vor, wenn die bestehenden Verbindlichkeiten durch das Vermögen des jeweiligen Schuldners nicht mehr gedeckt werden können. Die Überschuldung verpflichtet den Geschäftsführer oder Vorstand gemäß § 15a Absatz 1 InsO dazu, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Wann ist man überschuldet?

Bei einer natürlichen Person wird von einer Überschuldung ausgegangen, wenn es dem Betroffenen nicht möglich ist, bestehende Verbindlichkeiten in absehbarer Zeit auszugleichen, ohne dass seine Grundversorgung gefährdet wäre. Dabei wird sowohl vorhandenes Vermögen als auch regelmäßiges Einkommen in Betracht gezogen. Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund 3,5 Millionen Haushalte überschuldet, mehr als 6 Millionen volljährige Einzelpersonen sollen betroffen sein. In den meisten Fällen ist es kein Einzelereignis, das zur Überschuldung eines Privathaushalts führt, sondern eine Kumulation verschiedener Faktoren. Dabei unterscheiden sich die Standpunkte von Schuldnern, Gläubigern und Beratungsstellen teilweise erheblich voneinander. Übereinstimmend werden Einkommenseinbußen oder der Verlust des Arbeitsplatzes als Ursachen für auftretende Überschuldungen eingeräumt. Während sich Schuldner jedoch in vielen Fällen als Opfer der Situation sehen, nicht jedoch als Verantwortliche, sind die Gläubiger häufig der gegenteiligen Ansicht: Sie machen beispielsweise fehlende Selbsteinschränkung der Schuldner für den Zustand mitverantwortlich – Betroffene würden trotz Einkommenseinbußen ihr Konsumverhalten nicht entsprechend zurückschrauben. Schuldnerberatungsstellen sehen in den meisten Fällen den Eintritt eines sogenannten „kritischen Lebensereignisses“ als Hauptursache einer Überschuldung, weitere Faktoren folgen dann meist sukzessive. Das Ereignis kann sich in vielen Formen äußern – plötzliche Arbeitslosigkeit oder Ehescheidungen sind ebenso erfasst wie fehlgeschlagene Selbstständigkeit, ungewollte Schwangerschaften oder Probleme mit Baufinanzierungen und Darlehensrückzahlungen.

Was soll ich machen, wenn ich überschuldet bin?

Experten raten Menschen, die von einer Überschuldung betroffen sind, sich möglichst unverzüglich Hilfe zu suchen. Schuldnerberatungsstellen bieten Hilfe bei Schulden – nicht nur in rechtlicher, sondern auch in psychologischer Hinsicht. Denn eine Überschuldung kann ein mental äußerst belastender Zustand sein. Neben Einzelberatungen werden häufig auch Familienberatungen angeboten. Die Anlaufstellen fungieren zumeist gleichzeitig auch als Insolvenzberatungsstellen und geben Informationen über die Privatinsolvenz, die im neunten Teil der Insolvenzordnung geregelt ist (§§ 304 ff. InsO). Wurde das entsprechende Verfahren eröffnet, so kann es nach Ablauf einer Treuhandfrist von 6 Jahren zu einer gerichtlich beschlossenen Restschuldbefreiung kommen (§§ 286 ff. InsO). Mittlerweile bieten einige Verbände auch die Schuldnerberatung im Internet an.

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Restschuldbefreiung: Was es bedeutet und wann es eintritt! http://www.geldbericht.de/restschuldbefreiung/ http://www.geldbericht.de/restschuldbefreiung/#respond Mon, 13 Jul 2015 16:12:42 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1319

Am Ende des Verbraucherinsolvenzverfahrens steht regelmäßig die Befreiung des Antragsstellers von eventuell vorhandenen Restschulden. Das Verfahren wurde 1999 mit der neuen Insolvenzordnung eingeführt.

Wann kann man die Restschuldbefreiung beantragen?

Ist ein Schuldner zahlungsunfähig geworden, so können trotz der Vollstreckung in dessen Vermögen im Regelfall nicht alle bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern erfüllt werden. Die bis 1999 geltende Konkursordnung sah aus diesem Grund das Recht auf unbeschränkte Nachforderungen vor – der Schuldner hatte damit keine Chance, sich von den Schulden zu befreien. Seit 1999 gilt hingegen die Insolvenzordnung (InsO), die eine Befreiung von der Restschuld nach Ablauf von sechs Jahren und abgeschlossenem Verbraucherinsolvenzverfahren vorsieht. Die jährliche Inanspruchnahme des Verfahrens ist seit seiner Einführung kontinuierlich angestiegen – waren es 1999 noch rund 3.400 Verfahren, so stieg die Zahl auf mehr als 22.000 im Jahre 2003 und mehr als 100.000 im Jahr 2007. Da im Zuge einer Novellierung des Gesetzes mittlerweile auch die Stundung der Verfahrenskosten möglich geworden war, wurde die Antragsstellung auch völlig mittellosen Schuldnern ermöglicht, was eine Erklärung für den sprunghaften Anstieg innerhalb dieser Zeiträume darstellt.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnen

Voraussetzung für die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens, das gemeinhin auch als Privatinsolvenz bekannt ist, ist eine eingetretene Überschuldungssituation. Diese liegt regelmäßig dann vor, wenn die Schulden nicht in absehbarer Zeit durch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen oder Pfändungen getilgt werden können, ohne dass die Grundversorgung des Schuldners gefährdet wäre. Der Antrag ist an weitere Voraussetzungen gebunden: So kann das Verfahren nur von natürlichen Personen beantragt werden. Für ehemals selbstständig tätige Personen gibt es Einschränkungen. Zunächst muss der Betroffene außergerichtlich versuchen, eine Einigung mit seinen Gläubigern zu erzielen. Scheitert dieses Vorhaben, muss dieses Scheitern schriftlich von einer öffentlich anerkannten Schuldnerberatungsstelle bestätigt werden. Nach der Antragsstellung prüft das Gericht, ob ein seinerseits betriebenes Schuldenbereinigungsverfahren Aussicht auf Erfolg hätte. Ist dies nicht der Fall oder scheitert auch der gerichtliche Einigungsversuch, wird das Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet. Das pfändbare Vermögen des Schuldners wird anschließend verwertet und die Gläubiger – zumindest teilweise – daraus befriedigt.

Wie kann ich mich von der Restschuld befreien?

Möchte der Schuldner eine Befreiung von der Restschuld am Ende des Verfahrens erreichen, so muss er dieses Anliegen gemäß § 287 Absatz 1 InsO vor Gericht deutlich machen, wenn er den Antrag einreicht. Der Zeitraum von Beginn des Insolvenzverfahrens bis zur Befreiung von der Restschuld dauert regelmäßig sechs Jahre. Der Insolvenzverwalter prüft zudem die Einkommenssituation des Schuldners, eventuell vorhandenes Vermögen wird an die Gläubiger verteilt – in geschätzten 80 Prozent aller Fälle liegt jedoch kein verwertbares Vermögen vor, womit zugleich auch die Zahlung der Verfahrenskosten entfällt. Aus diesem Grund überprüft das Gericht innerhalb von vier Jahren nach der Befreiung von der Restschuld, ob die eventuell gestundeten Verfahrenskosten mittlerweile beglichen werden können – ist das nicht der Fall, werden auch diese erlassen.

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Der Antrag auf Privatinsolvenz vereint einige Klippen http://www.geldbericht.de/wie-stellt-man-einen-antrag-auf-privatinsolvenz/ http://www.geldbericht.de/wie-stellt-man-einen-antrag-auf-privatinsolvenz/#respond Mon, 13 Jul 2015 16:05:31 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1315

Die Privatinsolvenz ist der letzte Ausweg aus der Schuldenfalle. Für die meisten Menschen, die eine Insolvenz durchlaufen, hat diese gravierende Auswirkungen auch nach dem Verfahren.Die Schuldnerberatung hilft beim Stellen vom Privatinsolvenz-Antrag.

Vor dem Privatinsolvenz-Antrag ist ein Gang zur Schuldnerberatung unabdingbar

Die Privatinsolvenz wurde 1999 als solche in Deutschland rechtlich eingeführt. Im diesem Jahr wurde das Verfahren insgesamt in 130.698 Fällen in Anspruch genommen, dabei hat die Insolvenz nicht nur zeitlich unmittelbare Folgen, sondern wirkt auch noch danach. Andererseits besteht für viele Menschen keine andere Möglichkeit, sich wirtschaftlich von ihrer Schuldenlast zu befreien. Vor allem bei Ehepaaren kann das Insolvenzverfahren bei einem Partner die gemeinsame Schuldenlast quasi auflösen, weil das Verfahren nur für Privatpersonen, nicht aber für Lebenspartnerschaften gemeinsam gilt. Daher ist eine wirtschaftlich vernünftige Kooperation in vielen Fällen sinnvoll, auch wenn der Weg durch die Insolvenz schwierig ist und der Antrag nicht sofort bewilligt wird.

Wer kann Privatinsolvenz anmelden?

Die Privatinsolvenz kann prinzipiell von Verbrauchern, also Privatpersonen, Selbstständigen und Kleingewerbetreibenden in Anspruch genommen werden, wenn die Schuldner nicht mehr als 20 verschiedene Gläubiger haben. Im Wesentlichen kann man das weitere Verfahren in vier Abschnitte unterteilen. Zuerst muss man versuchen, eine außergerichtliche Einigung mit jedem einzelnen Gläubiger zu erlangen. Dafür muss man sich an einen auf Insolvenzverfahren spezialisierten Rechtsanwalt oder eine öffentlich anerkannte Schuldnerberatung wenden, welche zwischen dem Schuldner und den Gläubigern vermittelt. Der Experte erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Schuldner einen Plan, wie das Geld eventuell zurückgezahlt werden kann. Wird dieser Plan der Begleichung von nur einem Gläubiger abgelehnt, dann bleibt meistens nur ein Insolvenzverfahren als Lösung. Der Rechtsexperte oder ein Mitarbeiter der Schuldnerberatung stellt dem Schuldner dann eine Bescheinigung des Scheiterns aller außergerichtlich zu bewerkstelligenden Lösungen aus.

Wann sollte man einen Privatinsolvenz-Antrag stellen?

In einem gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahren wird ein neuer Plan aufgestellt, der ebenfalls den Gläubigern vorgelegt wird. Wenn dieser Plan ebenso abgelehnt wird, dann bleibt nur der Weg, einen Privatinsolvenz-Antrag zu stellen. Zu Beginn des Verfahrens wird die Insolvenz wie bei einem Unternehmenskonkurs öffentlich bekannt gegeben. Dann pfändet ein Gerichtsvollzieher oder Treuhänder die verwertbaren Besitztümer des Schuldners, sofern die Entfernung des Besitzes den Lebensstandard des Schuldners nicht erheblich einschränken würde. Ein Teil des Erlöses wird für die Begleichung der Verfahrenskosten verwendet, sie betragen meist 300 Euro bis 500 Euro. Der Treuhänder erhält ebenfalls eine Gebühr, die beispielsweise bei 5 Gläubigern ca. 800 Euro beträgt.

Was passiert am Ende der Privatinsolvenz?

Wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, dann folgt in aller Regel eine Restschuldbefreiung. Diese muss ebenfalls gerichtlich beantragt werden. Vor der Bewilligung geht man in eine 6-jährige Wohlverhaltensphase über, in der man den pfändbaren Einkommensanteil und die Hälfte aller Erbteile dem Treuhänder und damit den Gläubigern zur Verfügung stellen muss. Wenn diese Wohlverhaltensphase abgeschlossen ist, kann der Antrag auf Restschuldbefreiung gerichtlich bewilligt werden. Das ist nicht der Fall, wenn der Schuldner in der Wohlverhaltensphase Regelverstöße der Gerichtsauflagen verschuldet hat.

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Die EU schützt nicht vor Insolvenz – aber wir sagen Ihnen wie sie Ihnen weiterhilft http://www.geldbericht.de/insolvenz-innerhalb-der-eu/ http://www.geldbericht.de/insolvenz-innerhalb-der-eu/#respond Mon, 13 Jul 2015 16:00:19 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1313

In der EU kann der Gläubiger seine Forderungen in jedem Land geltend machen. Aber der Schuldner kann auch in jedem Land sein Insolvenzverfahren eröffnen und von einigen Gesetzen profitieren.In der EU gelten bei Insolvenz unterschiedliche Regeln.

Innerhalb der EU ist Insolvenz von Land zu Land unterschiedlich geregelt

Durch die Grenzöffnung innerhalb Europas ist es seit 2001 für deutsche Schuldner möglich, auch im Ausland ein Insolvenzverfahren zu beantragen. Im Beschluss IX ZB 51/00 des Bundesgerichtshofs (BGH) wurde die Restschuldbefreiung eines deutschen Schuldners, die in Frankreich bewilligt wurde, bestätigt. In diesem Fall hatte die Gläubigerin gegen die Entschuldung geklagt, aber verloren. Dieser Beschluss ist vom 18. September 2001. In einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 29. Mai 2000 wurde die ausländische Insolvenz für jeden Europäer beschlossen. Doch damit entstehen dem Schuldner sowohl Vor- als auch Nachteile. Denn in den Ländern der EU wird Insolvenz unterschiedlich gehandhabt. Zum einen ist die sogenannte Wohlverhaltensphase in anderen Ländern kürzer als in Deutschland, aber der Schuldner muss glaubhaft nachweisen, dass er nicht eigens zur Entschuldung in das entsprechende Land gezogen ist. Für deutsche Gläubiger bedeutet dies oft, dass sie einen Forderungsausfall erleiden, der insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen die Existenzbedrohung bedeutet.

Regelungen bei einer Insolvenz

Weitere rechtliche Grundlagen findet der Interessierte in der deutschen Insolvenzordnung (§§ 335 ff.), im Abschnitt über das internationale Insolvenzrecht. Außerdem gilt für Frankreich das 3. Buch, 3. Titel des Codes de la Consommation (CDC) und für England und Wales der Insolvency Act von 1986 und die Insolvency Rules von 1986. Die Voraussetzungen für eine Anerkennung der Restschuldversicherung müssen zuvor im Land, in dem das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, geklärt werden. Dies erfolgt, bevor das Verfahren vom französischen bzw. englischen Gericht eröffnet wird. Dazu muss das Gericht die Zuständigkeit anerkennen und der Schuldner ist verpflichtet, nachzuweisen, dass er nicht aufgrund der Schulden in Deutschland nach England bzw. Frankreich ausgewandert ist. Des Weiteren muss eine sogenannte Massearmut vorliegen. Dies bedeutet, dass der Schuldner beweisen muss, dass er nicht in der Lage ist, die Forderungen zu begleichen. Das entspricht dem deutschen Gesetz. Wenn im Nachhinein ein Gläubiger oder auch das Gericht nachweisen kann, dass der Schuldner vor den Forderungen geflüchtet ist, dann können deutsche Gerichte die Restschuldbefreiung aufheben.

Überschuldungsregelungen

In Frankreich wird durch den Art. L. 330-1 CDC eine Überschuldung wie im deutschen Recht verlangt. Diese darf nicht absichtlich herbeigeführt worden sein und ein real existierender Wohnsitz in Frankreich muss nachgewiesen werden. Wird das Verfahren eröffnet, dann dauert die Wohlverhaltensphase 12 Monate. Existiert jedoch eine Massearmut, dann wird der Schuldner sofort entschuldigt. Außerdem wird der Betreffende für 8 Jahre in eine Schuldnerliste eingetragen. In England muss der Betroffene zum Wohnsitz auch eine Versicherungsnummer, einen Arbeitgeber und ein englisches Bankkonto nachweisen. Außerdem kann das Insolvenzverfahren erst nach einer bestimmten Aufenthaltsdauer beantragt werden. Hier erfolgt die Entschuldung nach 3 Jahren.

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Schulden abbauen – Eine Hilfestellung http://www.geldbericht.de/wie-kann-ich-aus-meine-schulden-abbauen/ http://www.geldbericht.de/wie-kann-ich-aus-meine-schulden-abbauen/#respond Mon, 13 Jul 2015 15:56:56 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1311

Wer verschuldet oder auch überschuldet ist, der muss mit dieser belastenden Situation nicht alleine fertig werden: Verschiedene Stellen bieten Hilfe an, und auch durch Eigeninitiative kann man einiges erreichen. Wessen Portemonnaie ständig leer ist, der sollte mit Schulden abbauen beginnen.

Wer Schulden abbauen will, sollte sich zuerst einen Überblick verschaffen

Eine Überschuldung kann durch einzelne Ereignisse ausgelöst werden, aber schwerwiegende Konsequenzen haben. Zu den von Experten als „kritische Einzelereignisse“ bezeichneten Änderungen der Lebenssituation zählen beispielsweise der Verlust der Arbeitsstelle und die daraus resultierenden Einnahmeeinbußen – 2007 gaben rund 30 Prozent aller Hilfesuchenden dieses Ereignis als Auslöser für ihre Überschuldung bei den Beratungsstellen an. An zweiter Stelle folgen meist Änderungen der privaten Lebensumstände – beispielsweise durch den Tod des Partners oder durch die Scheidung einer Ehe. Auch langwierige Erkrankungen oder gescheiterte Existenzgründungen werden immer wieder als Grund für die Schulden angegeben.

Die Schuldenberatungsstelle kann helfen

Ein Anlaufpunkt für Betroffene sind die Schuldnerberatungsstellen. Dort erfolgt eine umfassende Betreuung – nicht nur finanzielle und rechtliche Ratschläge wie sie Schulden abbauen können geben diese Stellen, sondern auch psychologische Hilfestellungen. Zu den Mitarbeitern gehören Sozialarbeiter und Sozialpädagogen ebenso wie Psychologen und Juristen. Auch über ein eventuell sinnvolles Verbraucherinsolvenzverfahren informieren die Berater: Am Ende des Verfahrens, das regelmäßig etwa 6 Jahre dauert, kann die Befreiung von allen Restschulden stehen. Die Privatinsolvenz wurde seit ihrer Einführung im Jahre 1999 bis zum diesem Jahr mehr als 700.000-mal in Anspruch genommen.

So befreien sie sich von ihren Schulden

Neben verschiedenen Hilfestellungen von außen kann man als Betroffener auch selbst tätig werden, um sich von den Schulden zu befreien oder zumindest einen Überblick über die Situation zu bekommen. So kann man eine Aufstellung aller eigenen Vermögenspositionen vornehmen und diese mit den monatlichen Ausgaben vergleichen, um eventuell vorhandene Spielräume aufzudecken. Allerdings gilt vor allem bei der Überschuldung, bei der die Grundversorgung des Betroffenen gefährdet ist, dass nicht genutzte Zeit gegen den Überschuldeten arbeitet. Durch verstreichende Fristen und wachsende Mahngebühren werden in kurzer Zeit weitere Schulden angehäuft. Deshalb empfehlen Experten, möglichst schnell eine kompetente Beratungsstelle aufzusuchen und den Mitarbeitern die eigene Situation zu schildern. Diese wissen aus meist langjähriger Erfahrung, mit welchen Schritten Sie Schulden abbauen können und was Sie als Nächstes unternehmen sollten.

So können sie Überschuldung vorbeugen

Um eine Überschuldung von vornherein zu vermeiden, sollte man die Einnahmen und Ausgaben des eigenen Haushalts immer im Blick behalten und möglichst dokumentieren. Finanzierte Anschaffungen können ein Risiko bergen, wenn im Zeitraum der fälligen Abzahlungen ein kritisches Ereignis eintritt und die Raten deshalb nicht mehr zurückgezahlt werden können.

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Wer Privatinsolvenz beantragt, muss folgende Voraussetzungen erfüllen http://www.geldbericht.de/wann-kann-privatinsolvenz-beantragt-werde/ http://www.geldbericht.de/wann-kann-privatinsolvenz-beantragt-werde/#respond Mon, 13 Jul 2015 15:51:02 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1307

Immer mehr Verbraucher sind überschuldet und infolgedessen zahlungsunfähig. Aus diesem Grund wurde das Insolvenzverfahren für Privatpersonen geschaffen. Hierbei sind jedoch einige Voraussetzungen zu beachten.

Welche Voraussetzungen müssen für einen Antrag auf Privatinsolvenz erfüllt sein?

Die ursprüngliche Konkursordnung ist in Deutschland 1999 durch das Insolvenzverfahren abgelöst worden. Dieses ermöglicht Privatpersonen ein Insolvenzverfahren, in dessen Folge die Gläubiger den jeweiligen Forderungen gemäß eine Befriedigung erfahren und der Schuldner von den Restschulden befreit werden soll. Bis zu letztem Jahr ist dieses Verfahren bereits 190.781 mal in Anspruch genommen worden.

Rahmenbedingungen der Privatinsolvenz

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen finden sich in der Insolvenzordnung (InsO), die am 1. Januar 1999 in Kraft getreten ist. Um die Privatinsolvenz in Anspruch nehmen zu können, muss es sich bei dem Schuldner um eine sogenannte juristisch natürliche Person handeln. Diese darf keine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben oder in der Vergangenheit ausgeübt haben. Aber auch ehemalige Selbstständige, die weniger als 20 Gläubiger haben und deren Forderungen nicht aus Geschäftsbeziehungen mit Arbeitnehmern stammen, können die Privatinsolvenz beantragen. Die Grundlage bildet der § 304 Abs. 1 InsO, der den Grundsatz des Insolvenzverfahrens bildet.

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Pfändbares Vermögen – Die Grenzen regelt die Zivilprozessordnung http://www.geldbericht.de/grenzen-des-pfaendbaren-vermoegens/ http://www.geldbericht.de/grenzen-des-pfaendbaren-vermoegens/#respond Mon, 13 Jul 2015 15:45:23 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1303

Ob durch eigenes Verschulden oder durch widrige Lebensumstände – es kommt vor, dass Menschen nicht mehr in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen und daher ihr Vermögen gepfändet wird. Aber nicht alles ist pfändbar.

Infos über finanzielle Schwierigkeiten in Deutschland

Ca. 6,49 Millionen Menschen in Deutschland haben finanzielle Schwierigkeiten, das sind ungefähr 9,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Etwa 100.000 davon gehen Jahr für Jahr in die Privatinsolvenz. Dementsprechend häufig kommt es vor, dass Schuldner nicht in der Lage sind, offene Forderungen zu begleichen und daher Teile ihres Vermögens gepfändet werden. Das betrifft nicht nur Geld, sondern auch Sachwerte. Aber nicht alles ist pfändbar. Details hierzu sind in der Zivilprozessordnung geregelt. So ist es in Deutschland jedem Schuldner gestattet, einen Teil seines monatlichen Nettoeinkommens zu behalten. Wie hoch diese Pfändungsfreigrenzen sind, wird alle zwei Jahre in einer sogenannten Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung fest gesetzt.

Die Grenzen des pfändbaren Einkommens sind gesetzlich festgelegt

Die genaue Höhe ist dabei abhängig von der Anzahl der Unterhaltspflichten des jeweiligen Schuldners. So steht einem Schuldner ohne Unterhaltsverpflichtung ein Freibetrag von 990 Euro monatlich zu. Von dem darüber liegenden Einkommen darf er 30 Prozent behalten, insgesamt jedoch maximal 1.599 Euro. Für Schuldner mit Unterhaltsverpflichtungen liegen die fest gesetzten Freibeträge und Prozentsätze abhängig von der Anzahl der Verpflichtungen jeweils höher. Bei einer Unterhaltsverpflichtung zum Beispiel bei 1.360 Euro monatlich und 50 Prozent des Nettoeinkommens, maximal jedoch bei 2.190 Euro. Wer fünf Unterhaltsverpflichtungen hat, darf einen Freibetrag von 2.190 Euro und 90 Prozent des Nettoeinkommens, maximal aber 2.937 Euro für sich selbst und diese Verpflichtungen verwenden. Einkommen aus bezahlten Überstunden ist maximal zu 50 Prozent pfändbar, Urlaubsgeld kann nicht gepfändet werden.

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So läuft bei einer Privatinsolvenz das Verfahren ab http://www.geldbericht.de/wie-laueft-das-privatinsolvenz-verfahren-ab/ http://www.geldbericht.de/wie-laueft-das-privatinsolvenz-verfahren-ab/#respond Mon, 13 Jul 2015 14:31:07 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1299

Die Verbraucherinsolvenz ist häufig die einzige Möglichkeit für überschuldete Personen, ihre Verbindlichkeiten endgültig loszuwerden – das zugehörige Verfahren dauert im Regelfall sechs Jahre. Nach dem sechsjährigen Verfahren der Privatinsolvenz wartet der Neuanfang.

Das Verfahren im Rahmen einer Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz stellt ein vereinfachtes Insolvenzverfahren dar, welches auch den Gläubigern zahlungsunfähiger Schuldner die Möglichkeit regelmäßiger Rückzahlungen eröffnet. Bis 1999 war ein solches Verfahren nicht vorgesehen: Die damals geltende Konkursordnung gab dem Schuldner keine Möglichkeit, sich von bestehenden Verbindlichkeiten zu befreien – auch dann nicht, wenn eine Aussicht auf Befriedigung der Gläubiger nicht gegeben war. Die ab 1999 geltende Insolvenzordnung (InsO) machte dies erstmals möglich: Nach Beendigung des Verfahrens kann es zur Restschuldbefreiung kommen. Die Einführung der Privatinsolvenz galt als Reaktion auf zunehmende Überschuldungssituationen in Deutschland.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist in vier Schritte gegliedert

Zunächst muss sich der Schuldner selbst um eine Bereinigung der Schuldensituation bemühen – zu diesem Zweck nimmt er Kontakt zu den Gläubigern auf und versucht, eine Einigung zu erzielen. Scheitert dieser Versuch, muss der Antragssteller sich dies von einer öffentlich anerkannten Beratungsstelle bescheinigen lassen. Nun kann er den Antrag auf Eröffnung des Verfahrens bei Gericht stellen. Dieses prüft erneut, ob eine Einigung mit den Gläubigern erzielt werden kann – ist dies nicht der Fall, kommt es schließlich zur Verfahrenseröffnung. Das Vermögen des Schuldners wird – soweit es pfändbar ist – von einem Treuhänder verwertet, dem Schuldner ist die Aufnahme neuer Verbindlichkeiten untersagt.

Wenn das Verfahren beendet ist

Nach Abschluss des sechsjährigen Verfahrens steht gegebenenfalls die Restschuldbefreiung gemäß §§ 286 ff. InsO. Ist es während des Prozesses jedoch zu einem Fehlverhalten des Schuldners gekommen, können die Gläubiger die Befreiung verhindern (vgl. § 290 InsO).

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Das Restschuldbefreiungsverfahren – Die große Chance nach der Privatinsolvenz http://www.geldbericht.de/restschuldbefreiungsverfahren/ http://www.geldbericht.de/restschuldbefreiungsverfahren/#respond Mon, 13 Jul 2015 14:28:59 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1297

Immer mehr Verbraucher geraten, ob selbst verschuldet oder nicht, in die Zahlungsunfähigkeit. Diese können mittels eines Insolvenzverfahrens von ihren Schulden befreit werden, wenn einige Dinge berücksichtigt werden.

Infos zum Insolvenzverfahren

Das Insolvenzverfahren ist für zahlungsunfähige Schuldner in der Regel die einzige Möglichkeit, sich von seinen Schulden zu befreien. Dieses Verfahren gilt seit 1999 nicht mehr nur für Unternehmen, sondern kann auch bei Privatpersonen angewendet werden. Zu diesem Zweck wurde die Konkursordnung durch das Insolvenzrecht (InsO) abgelöst. Bereits im ersten Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes nutzten bereits 3.357 Verbraucher diese Form der Schuldenbereinigung. Das Insolvenzrecht kann sowohl für Unternehmen (Regelverfahren) als auch für Privatpersonen (vereinfachtes Insolvenzverfahren) angewendet werden. Die sogenannte Privatinsolvenz gilt jedoch nur für Schuldner, die nicht selbstständig waren oder sind, oder die weniger als 20 Gläubiger besitzen und deren Schulden nicht aus einem Beschäftigungsverhältnis stammen (§ 304 Abs. 1 InsO).

Wie läuft das Restschuldbefreiungsverfahren ab?

Bevor der Antrag auf Insolvenz beim zuständigen Gericht erfolgen kann, muss der Betreffende einen außergerichtlichen Einigungsversuch unternehmen, in dem er den Gläubigern einen detaillierten Schuldenbereinigungsplan vorlegt. Stimmt diesem Plan auch nur ein Gläubiger nicht zu, gilt der Versuch als gescheitert. Dies muss sich der Schuldner durch eine anerkannte Stelle bescheinigen lassen (§ 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO). Mit dieser Bescheinigung, dem Bereinigungsplan, einer Auflistung aller Schulden, Gläubiger und des Vermögens sowie einem Antrag für die Restschuldbefreiung (§ 287 InsO) kann der Schuldner das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht beantragen.

Dieses setzt einen Treuhänder ein, der die Schulden und das Vermögen verwaltet. Ihm obliegt die Überwachung des Schuldners während der Wohlverhaltensphase über 6 Jahre. Im Laufe dieser Phase muss der Schuldner seinem Beruf nachgehen und den Anweisungen des Treuhänders Folge leisten. Außerdem darf er während dieser Zeit keine neuen Schulden machen. Vor dem eigentlichen Schlusstermin des Verfahrens wird die Restschuldbefreiung beantragt. Diese kann bewilligt werden, wenn es keine Gründe nach § 290 InsO gibt, die dagegen sprechen. Diese Gründe müssen durch einen Gläubiger vorgetragen und bewiesen werden.

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Für wen ein vereinfachtes Insolvenzverfahren infrage kommt http://www.geldbericht.de/vereinfachtes-insolvenzverfahren/ http://www.geldbericht.de/vereinfachtes-insolvenzverfahren/#respond Mon, 13 Jul 2015 14:26:17 +0000 http://www.geldbericht.de/?p=1294

Es gibt sehr viele Verbraucher, die aus unterschiedlichen Gründen zahlungsunfähig geworden sind und für die das Insolvenzverfahren eine Möglichkeit der Schuldenbereinigung darstellt.

Was ist das Insolvenzverfahren?

Seit 1999 kann der Verbraucher die Insolvenz beantragen. In diesem Jahr wurde die bis dahin geltende Konkursordnung für Unternehmen durch das Insolvenzrecht (InsO) für alle Schuldner abgelöst. Bis zu diesem Jahr wurde die Privatinsolvenz bereits 190.731 Mal eingeleitet. Dieses Verfahren ist für alle Schuldner anwendbar, die nicht als Selbstständige gearbeitet haben oder zum Zeitpunkt der Insolvenz selbstständig sind. Ist der Schuldner selbstständig, dann kann er die Insolvenz beantragen, sofern er nicht mehr als 20 Gläubiger hat und die Schulden nicht aus einem Angestelltenverhältnis resultieren. In allen anderen Fällen muss das Regelverfahren angewendet werden, welches dem alten Konkursverfahren ähnelt.

Das vereinfachte Insolvenzverfahren ist gegenüber dem Regelverfahren wesentlich einfacher

Um die Privatinsolvenz zu beantragen, muss der Schuldner einen außergerichtlichen Einigungsversuch unternehmen. Scheitert dieser, weil ein Gläubiger nicht zustimmt, kann das Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Wird der Antrag laut § 311 InsO durch das zuständige Insolvenzgericht angenommen, kann das vereinfachte Insolvenzverfahren eröffnet werden. Dies heißt so, weil es gegenüber dem Regelverfahren wesentlich einfacher ist. In vielen Fällen ist nicht einmal das Erscheinen des Schuldners vor Gericht notwendig. Zu Beginn des Verfahrens wird ein Treuhänder eingesetzt. Dieser verwaltet das Vermögen des Schuldners und teilt es anteilig unter den Gläubigern auf. Ihm obliegt auch die Veräußerung von Wertgegenständen, deren Erlös ebenfalls in die Insolvenzmasse fließt.

Das Ende des Insolvenzverfahrens

Am Ende der sogenannten Wohlverhaltensphase kann dem Schuldner die Restschuld erlassen werden. Dies geschieht nach § 287 InsO, wenn keiner der Gläubiger einen nachweisbaren Grund nach § 290 InsO vortragen kann. Die Wohlverhaltensphase dauert in Deutschland 6 Jahre und während dieser Zeit muss der Schuldner nach den Anweisungen des Treuhänders seinem Beruf nachgehen und darf keine neuen Schulden machen. Ist die Restschuldbefreiung angekündigt, erfolgt der Schlusstermin des Insolvenzverfahrens, bei dem die Verteilung der Masse erfolgt und das Verfahren aufgehoben wird.

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